15:48 23 September 2018
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    US-Botschaft in Havanna (Archivbild)

    „Schallattacken“ auf US-Diplomaten auf Kuba: „Russische Spur“ entdeckt?

    © AP Photo / Ramon Espinosa
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    Der amerikanische Neurologe Allan H. Frey behauptet laut der Zeitung „New York Times“ (NYT), dass hinter den „Attacken“ auf US-Diplomaten auf Kuba moskaufreundliche Vertreter der kubanischen Regierung stecken können.

    Demnach sollen sich die amerikanischen Ermittler im entsprechenden Fall an den Wissenschaftler gewandt haben, der in den 60-er Jahren die akustische Wirkung von Mikrowellen (Frey-Effekt) entdeckt hatte. 

    Er würde die Version „durchaus lebensfähig“ finden, wonach die „Attacke“ eine Entspannung in den Beziehungen zwischen Kuba und den USA verhindern sollte, schreibt das Blatt unter Berufung auf Frey. Er habe erklärt, dass dahinter die Regierungsvertreter Kubas stecken könnten, die die Beziehungen zu Russland aufrechterhalten wollten. 

    Die an den Untersuchungen beteiligten Ärzte würden jetzt davon ausgehen, dass die US-Diplomaten Mikrowellenstrahlung ausgesetzt worden seien, heißt es weiter im Bericht. Davon zeugen laut dem führenden Doktor Douglas H. Smith die Symptome, die bei den betroffenen Diplomaten festgestellt worden waren.    

    Dabei seien die Mikrowellen in dem im März veröffentlichten Bericht von Medizinern nicht erwähnt worden, präzisiert die Zeitung. 

    Dem Blatt zufolge hat die amerikanische Seite in den 2000er Jahren selbst daran gearbeitet, wie der Frey-Effekt für militärische Zwecke eingesetzt werden könne. Zudem sollten ehemalige Bürger Russlands und der Ukraine daran teilgenommen haben.   

    Im August 2017 hatte das US-Außenministerium mitgeteilt, dass Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna einer „akustischen Attacke“ ausgesetzt gewesen seien. Die kubanischen Behörden hatten  jegliche Beteiligung an den genannten Zwischenfällen entschieden zurückgewiesen.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Hinter „Schallattacken“ auf US-Diplomaten in Kuba soll drittes Land stecken – Medien

     

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    Tags:
    Diplomaten, US-Außenministerium, Kuba, USA