17:03 10 Dezember 2018
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    Sachartschenko wurde am 2. September beerdigt. An der Abschiedszeremonie in Donezk nahmen nach Angaben der örtlichen Behörden rund 120.000 Menschen teil.Sachartschenko wurde am 2. September beerdigt. An der Abschiedszeremonie in Donezk nahmen nach Angaben der örtlichen Behörden rund 120.000 Menschen teil.

    Mord an Donezker Republikchef: Kreml verspricht „unvermeidliche Folgen“

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    Nach dem Anschlag auf den langjährigen Chef der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko warnt der Kreml vor „unvermeidlichen Folgen“. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, bezeichnete das Attentat als ein tragisches Ereignis.

    „Ein mutiger Mann ist tot, wurde verräterisch getötet“, sagte Peskow am Sonntag im russischen Fernsehen.  Und weiter:

    „Folgen werden unvermeidlich sein.“

    Peskow erinnerte an die Mordserie im Donbass, denen ranghohe Vertreter der von Kiew abtrünnigen Region zum Opfer gefallen sind. „Man kann nur vermuten, wer hinter dieser Mordserie steht. Doch man kann mit Sicherheit sagen, dass diese terroristischen Praktiken nicht zur Umsetzung der Minsker Abkommen beitragen und nicht das notwendige Vertrauen fördern“, betonte Peskow.

    Nach seiner Einschätzung gibt es zwischen den Konfliktparteien im Donbass jetzt „gar kein Vertrauen“.

    Alexander Sachartschenko (42) war am Freitag bei einem Sprengstoffanschlag in einem Café im Zentrum von Donezk getötet worden. Weitere elf Menschen wurden verletzt. Die Behörden machten den ukrainischen Geheimdienst SBU für den Anschlag verantwortlich. Dieser bestreitet seine Verwicklung.

    Der ehemalige Bergbautrechniker Sachartschenko hatte Ende 2014 die Führung der Volksrepublik Donezk (DVR) übernommen. Einige Monate davor hatte diese im Kohlerevier Donbass liegende und von Russischsprachigen dominierte Region nach dem prowestlichen Umsturz in Kiew ihre Unabhängigkeit und den Kurs auf eine Annäherung an Russland ausgerufen. 

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    Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Mord an den DVR-Chef als „gemein“ und als Hindernis für die friedliche Beilegung des seit vier Jahren schwelenden Donbass-Konflikts. Die Sprecherin des Moskauer Außenministeriums machte die Regierung in Kiew für den Anschlag an Sachartschenko verantwortlich.

    Sachartschenko wurde am Sonntag beerdigt. An der Abschiedszeremonie in Donezk nahmen nach Angaben der örtlichen Behörden rund 120.000 Menschen teil.

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    Tags:
    Kreml, Dmitri Peskow, Alexander Sachartschenko, Wladimir Putin, Volksrepublik Donezk, Donbass, Donezk, Russland, Ukraine