17:32 04 Juli 2020
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    Nach dem Mordanschlag auf den Chef der selbsterklärten Volkrepublik Donezk Alexander Sachartschenko will der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko keinen Ausnahmezustand im Donbass verhängen.

    „Für mich war es nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen und im Parlament durchzusetzen, dass wir keinen Ausnahmezustand einführen, weil demokratische Werte für uns nicht weniger wichtig sind als die Werte der Souveränität“, verkündete Poroschenko laut ukrainischen Medien bei einer Diskussion im Lyzeum „Wissenschaftliche Schicht“ am Montag in Kiew.

    Zuvor hatte der Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) Igor Mossijschuk Kiew dazu aufgerufen, sich zum Mord am Donezker Republikchef Alexander Sachartschenko zu bekennen und der ukrainischen Regierung Feigheit unterstellt.

    Am vergangenen Freitagabend war bei einer Explosion im Café „Separ“ im Zentrum von Donezk der Republikchef Alexander Sachartschenko ums Leben gekommen. Auch sein Leibwächter wurde getötet und insgesamt elf Menschen verletzt. Die Behörden der selbsterklärten Volksrepublik sowie das russische Außenministerium stuften den Mord als Terrorangriff ein.

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    Tags:
    Mordanschlag, Ausnahmezustand, Werchowna Rada, Petro Poroschenko, Alexander Sachartschenko, Donbass, Ukraine