01:36 10 Dezember 2018
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    Trotz Mordes in Donezk: Russland beteuert Treue zum Friedensprozess

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    Politik
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    Nach dem Mord an Alexander Sachartschenko, dem Oberhaupt der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR), ist es schwierig, mit Kiew über etwas zu sprechen; dies bedeutet jedoch nicht den Ausstieg Russlands aus dem Minsker Prozess, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow gegenüber Journalisten.

    „Russland war und bleibt ein Land, das am Minsker Prozess festhält. Aber Russland war und bleibt auch ein Land, welches immer darauf verwiesen hat, dass gerade Kiew die Umsetzung dieser Vereinbarungen bremst. Nach dem verübten Terroranschlag ist es wohl schwierig, mit der ukrainischen Seite über etwas zu sprechen. Aber ich möchte ein weiteres Mal wiederholen: Dies bedeutet nicht, dass Russland aus dem Minsker Prozess aussteigt“, sagte Peskow auf die Frage, ob die Erklärung des russischen Außenministers, Sergej Lawrow, zum Tod des DVR-Republikchefs bedeute, dass es unmöglich sei, in der gegenwärtigen Situation über das nächste Treffen im Normandie-Format zu sprechen.

    Verhandelt werde immer dann, wenn ein Ergebnis erzielt werden müsse.  Verhandlungen um des Prozesses willen wären „eine nicht ganz vernünftige Beschäftigung“, fügte Peskow hinzu.

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    Tags:
    Normandie-Format, Ausstieg, Mord, Treffen, Verhandlungen, Tod, selbsterklärte Volksrepublik Donezk DVR, Dmitri Peskow, Alexander Sachartschenko, Russland