12:32 23 Februar 2020
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    Ein Gericht in Myanmar hat zwei Reuters-Journalisten wegen eines Verstoßes gegen ein Gesetz über Staatsgeheimnisse zu sieben Jahren Haft verurteilt.

    Die Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo waren im Dezember 2017 festgenommen worden. Bei einer Durchsuchung fand man bei ihnen zwei Militärberichte und die Karte eines Dorfs im Südwesten von Myanmar vor, wo örtliche Behörden eine Operation gegen die muslimische Minderheit der Rohingya führen. Die Reporter sollen zur Ermordung von zehn Männern und Jungen, die dieser Minderheit angehörten, recherchiert haben.

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    Reuters-Journalisten in Myanmar zu sieben Jahren Haft verurteilt

    Der britische und der amerikanische Botschafter in Myanmar kritisierten das Urteil. Es sei enttäuschend und ein Rückschlag für diejenigen, die für Pressefreiheit kämpften. Reuters-Chefredakteur Stephen Adler äußerte sich empört über das Urteil und kündigte rechtliche Schritte an. Die EU forderte die sofortige und bedingungslose Freilassung der beiden Journalisten.

    Myanmar und seine Regierungschefin, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, stehen wegen des Vorgehens des Militärs gegen muslimische Rohingya international in der Kritik.

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    Tags:
    Urteil, Haft, Gefängnis, Gericht, Journalisten, Pressefreiheit, Reuters, Aung San Suu Kyi, Myanmar