15:19 24 September 2018
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    Sicherheitskräfte der Donezker Volksrepublik am Ort des Attentats gegen Alexander Sachartschenko

    Nach Sachartschenko-Mord: FSB schickt „Spezialisten“ in den Donbass

    © REUTERS / Alexander Ermochenko
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    Nach dem Mordanschlag auf den Chef der Donezker Volksrepublik (DVR), Alexander Sachartschenko, hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB eigenen Angaben zufolge Mitarbeiter in die von Kiew abtrünnige Region geschickt.

    „Unsere Spezialisten arbeiten dort bereits“, teilte FSB-Sprecher Sergej Besseda am Montag in Moskau mit. Nach seinen Worten sollen russische Geheimdienstler bei der Aufklärung des Mordes an demDVR-Spitzenvertreter helfen: „Natürlich sind wir bereit  zu helfen.“

    Besseda sieht den ukrainischen Geheimdienst hinter der Tat: „Wir denken, dass er es war.“

    Alexander Sachartschenko (42) war am Freitagvormittag bei einem Sprengstoffanschlag in einem Café im Zentrum von Donezk getötet worden. Weitere elf Menschen wurden verletzt. Die Behörden der selbsterklärten Volksrepublik Donezk machten den ukrainischen Geheimdienst SBU für den Anschlag verantwortlich. Dieser bestreitet seine Verwicklung.

    Der ehemalige Bergbautechniker Sachartschenko hatte Ende 2014 die Führung der DVR übernommen. Einige Monate zuvor hatte diese im Kohlerevier Donbass liegende und von Russischsprachigen dominierte Region nach dem prowestlichen Umsturz in Kiew ihre Unabhängigkeit und den Kurs auf eine Annäherung an Russland ausgerufen.

    Sachartschenko wurde am gestrigen Sonntag beerdigt. An der Abschiedszeremonie in Donezk nahmen nach Angaben der örtlichen Behörden rund 120.000 Menschen teil. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hatte das Attentat als ein tragisches Ereignis bezeichnet, das "unvermeidlich Folgen" nach sich ziehen werde.

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    Tags:
    FSB, Alexander Sachartschenko, Donbass, Donezk, Russland, Ukraine