06:50 13 Dezember 2018
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    Start einer Sojus-RaketeRussische Raketentriebwerke RD-180 in der Fabrik Energomasch (Archivbild)

    Hader mit USA: Russland bietet nun China und Indien seine Raketentriebwerke an

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    Russland ist laut dem Direktor der russischen Weltraumorganisation Roskosmos, Dmitri Rogosin, trotz der Sanktionen bereit, weiterhin Raketentriebwerke in die USA zu liefern. Dennoch wolle es auch neue Märkte erschließen und habe vor allem China und Indien im Visier.

    „Daher rechnen wir damit, dass die Verhandlungen mit den USA fortgesetzt werden. Wir glauben, dass es trotz der Sanktionen notwendig ist, den Export von High-Tech-Produkten zu bewahren, und wir werden von der politischen Führung des Landes unterstützt.  Wenn unsere amerikanischen Kollegen diesen Wunsch auch haben, werden die Lieferungen fortgesetzt“, sagte Rogosin gegenüber Journalisten.

    „Die USA sind eine Hightech-Macht, aber sie können diese Triebwerke im Verhältnis von Qualität und Preis nicht so effizient schaffen.“

    Russland sei außerdem bereit, Raketentriebwerke nach Indien und China zu liefern, unterstrich Rogosin.

    „Wenn wir sie in die USA liefern, warum können wir sie dann nicht an ein freundschaftlich gesinntes China liefern? Natürlich wie ein fertiges Produkt, mit der notwendigen Seriengröße“, sagte er weiter.

    „Wir wissen, dass unsere indischen Kollegen ein bemanntes Programm entwickeln. Das System der automatischen Rettung wurde getestet. Ende September werden wir eine Delegation nach Neu-Delhi schicken und dort diese Fragen besprechen.“

    Laut Rogosin unterliegt die gesamte Nomenklatur der russischen Triebwerke, abgesehen von den modernsten Varianten, dem Export.

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    Tags:
    Raketentriebwerk, Lieferungen, Export, Sanktionen, USA, Russland