10:45 22 September 2018
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    Luftabwehrkomplex Panzyr-S auf dem russischen Militärstützpunkt Hmeimim (Archivbild)

    Kreml erkennt „wesentliche Bedrohung“ für russisches Militär in Syrien

    © Sputnik / Dmitriy Winogradow
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    Nach wiederholten Drohnenangriffen in Syrien spricht der Kreml von einer „wesentlichen Bedrohung“ für russische Militärstützpunkte in dem Bürgerkriegsland.

    Nach Angaben der russischen Regierung haben Islamisten, die die nordwestsyrische Provinz Idlib immer noch kontrollieren, in den vergangenen zwei Monaten mindestens 50 mal die syrischen Regierungstruppen und auch die russische Luftwaffenbasis Hmeimim in Latakia mit Drohnen attackiert. Beim jüngsten Angriff am Sonntag waren drei syrische Soldaten getötet worden.

    „Das stellt eine wesentliche Bedrohung für unsere zeitweiligen Stützpunkte dar“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Dies ist ihm zufolge auch die Meinung von Präsident Wladimir Putin. Peskow bestätigte, dass die Drohnen aus Idlib gestartet würden.

    Am Montag hatte sich der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow gegen „aktive Kampfhandlungen“  in Idlib als letzte Islamisten-Hochburg in Syrien ausgesprochen. Es gebe noch Chancen auf eine anderweitige „Lösung“, sagte der Diplomat. Die Entscheidung über eine Befreiungsoperation sei jedoch der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad überlassen.

    Sturm auf Idlib: Russland überlässt Assad die Entscheidung >>

    Russland hat auf Bitte aus Damaskus seit 2015 die syrische Armee im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS), al-Nusra und andere Terrormilizen militärisch unterstützt. Zu diesem Zweck hat die russische Armee einen Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim und eine Marine-Basis in Tartus an der Mittelmeerküste eingerichtet.

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    Tags:
    Terror, Terroristen, Kreml, Dmitri Peskow, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, Idlib, Syrien, Russland