08:03 19 Dezember 2018
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    Oppositionelle Kämpfer in der syrischen Provinz Idlib

    Pompeo: USA setzen auf friedliche Regelung in Idlib

    © AFP 2018 / Omar Haj Kadour
    Politik
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    Die USA hoffen laut dem US-Außenminister Mike Pompeo darauf, dass die Situation in der syrischen Provinz Idlib auf diplomatischem Wege geregelt wird.

    Pompeo hat seinen eigenen Worten zufolge viel mit Partnern und den in den Syrien-Konflikt verwickelten Parteien über die Situation in Idlib gesprochen, darunter auch mit den Außenministern Russlands und der Türkei, Sergej Lawrow und Mavlüt Cavusoglu.

    „Wir hoffen darauf, dass dies durch diplomatische Mittel geregelt wird“, sagte Pompeo am Mittwoch an Bord eines Flugzeuges auf dem Weg nach Pakistan. Das Stenogramm seines Gesprächs mit Journalisten veröffentlichte das US-Außenministerium.

    Zudem kommentierte Pompeo die jüngste Erklärung von US-Präsident Donald Trump via Twitter in Bezug auf die Situation in Idlib. 

    „Die Russen haben die Verpflichtung übernommen, als sie erklärt haben, dass dies (Idlib- Anm. d. Red.) eine Deeskalationszone sei und im Rahmen des Genfer Prozesses beigelegt werde. Ich denke, dass der Tweet des Präsidenten ein Versuch war, Russland an seine übernommenen Verpflichtungen zu erinnern“, so Pompeo.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump via Twitter erklärt, dass eine mögliche Offensive der syrischen Armee in der Provinz Idlib und eine mögliche Beteiligung Russlands und des Iran daran ein „großer humanitärer Fehler“ sein würde. Der US-Präsident hat dazu aufgerufen, dies zu verhindern.

    Das Territorium der Provinz Idlib wird derzeit nur in geringem Maße von syrischen Regierungstruppen kontrolliert. Dort befinden sich unter anderem Kämpfer der bewaffneten Opposition und Terroristen einer Reihe vor Gruppierungen, die regelmäßig Stellungen der Regierungstruppen attackieren.

    Zuvor hatte das russische Außenministerium erklärt, dass niemand am aktiven Kampfeinsatz in Idlib interessiert sei, der massive Verluste nach sich ziehen würde.   

    In den letzten Tagen hat sich die Situation um Syrien zugespitzt. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hatte erklärt, dass unabhängigen Quellen zufolge die Terroristen von „Haiʾat Tahrir asch-Scham“* eine Provokation vorbereiten, um Damaskus des Einsatzes von Chemiewaffen gegen Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib zu bezichtigen. Dies würde dann als Vorwand für einen Angriff der USA und ihrer Verbündeten auf Regierungsobjekte in Syrien dienen.

    *„Haiʾat Tahrir asch-Scham“  — eine in Russland verbotene Terrororganisation

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    Tags:
    Regelung, Außenministerium, Twitter, Tahrir asch-Scham, Donald Trump, Mike Pompeo, Syrien, Russland, USA