01:05 19 September 2018
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    Eine russische Su-34 in Syrien

    Syrien: Russische Luftwaffe bestätigt Vergeltungsschlag in Idlib - VIDEO

    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
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    Das russische Militär hat Luftangriffe auf Terroristen in der nordwestsyrischen Provinz Idlib offiziell bestätigt. Vier russische Flugzeuge haben am Dienstag Objekte der Terrormiliz al-Nusra-Front mit Präzisionswaffen angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwoch mit.

    Laut Militärsprecher Igor Konaschenkow handelt es sich um einen Vergeltungsschlag nach wiederholten Drohnenattacken der Islamisten auf die russische Luftwaffenbasis Hmeimim in Latakia.

    ​„In der Nacht zum 4. September hat die Luftabwehr des Stützpunktes Hmeimim zwei anfliegende Angriffsdrohnen abgeschossen“, teilte Konaschenkow mit.

    Noch am selben Tag hätten vier russische Flugzeuge die zuvor erkundeten Drohnen-Startplätze sowie Munitionslager der Terroristen in Idlib mit Präzisionswaffen angegriffen, sagte der Sprecher. Unter anderem seien zwei Su-34 im Einsatz gewesen, die eine Drohnen-Produktionsstätte zerbombt hätten. Eine Su-35S habe zudem ein Lager für schultergestützte Luftabwehrraketen mit einer Präzisionsrakete vernichtet. Alle Ziele hätten außerhalb der Wohngebiete gelegen.

    In den vier vergangenen Wochen hat es nach Angaben des russischen Militärs insgesamt 47 Drohnenattacken der Islamisten auf die Basis Hmeimim gegeben. Am gestrigen Dienstag sprach der Kreml von einer „wesentlichen Bedrohung“ für die russischen Soldaten in Syrien. Noch am selben Tag berichteten arabische Medien unter Berufung auf syrische Rebellen, dass die russische Luftwaffe mit Bombardements in Idlib begonnen und bereits mindestens 50 Angriffe geflogen habe.

    Idlib gilt als die letzte Terrorhochburg in Syrien. Am Montag hatte sich der russische Vize-Außenminister Oleg Syromolotow jedoch gegen „aktive Kampfhandlungen“  in Idlib ausgesprochen. Es gebe noch Chancen auf eine anderweitige „Lösung“, sagte der Diplomat. Die Entscheidung über eine Befreiungsoperation sei jedoch der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad überlassen.

    * Die al-Nusra-Front ist in Russland als terroristisch eingestuft und verboten.

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