09:25 19 Dezember 2018
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    Flüchtlinge, Syrien (Archivbild)

    Historischer Wendepunkt: Flüchtlingskonferenz in Syrien in Vorbereitung

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    Politik
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    In Syrien soll eine internationale Flüchtlingskonferenz stattfinden, zu der interessierte Länder und UN-Vertreter eingeladen werden. Dies gab Generaloberst Michail Misinzew, der Chef des russischen Nationalen Verteidigungszentrums, am Mittwoch in einer Sitzung des Koordinierungsstabes für die Rückführung der Flüchtlinge nach Syrien bekannt.

    Die Zeit und der Ort des Forums sind noch nicht genau festgelegt.

    „(Syriens) Präsident Baschar Assad hat die Initiative zur Durchführung einer internationalen Flüchtlingskonferenz in Syrien sehr positiv aufgenommen und bereits Abgesandte der syrischen Führung ernannt, die konkrete Veranstaltungen des Forums durchdenken sollen“, sagte Misinzew.

    Das Forum solle es ermöglichen, Botschafter des guten Willens aus den Ländern, die syrische Flüchtlinge aufgenommen hatten, um einen Tisch zu versammeln und „alle gesunden Kräfte in dem Bemühen zu vereinen, ein friedliches Leben in diesem Land anzubahnen“.

    „Wir hoffen sehr, dass alle Länder und internationale Organisationen, vor allem Strukturen der Vereinten Nationen, an dieser für Syrien wahrhaft historischen Veranstaltung unmittelbar teilnehmen werden“, betonte Misinzew.

    Ihm zufolge müssen alle Länder, die auf ihren Territorien syrische Bürger aufgenommen haben, und die Staaten, die zur Umsetzung von Aufbauprojekten in Syrien bereit sind, sowie internationale Organisationen und vor allem das Amt des UN-Flüchtlingskommissars zu der Konferenz eingeladen werden.

    „Der neue Diskussionsraum wird es gestatten, frei, aufgeschlossen und einander in die Augen schauend beliebige Themen und brennende Fragen zu besprechen und dabei den Schwerpunkt auf das baldmöglichste Wiederaufleben Syriens zu legen. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, klare und verständliche Lösungen auszuarbeiten und den gesamten Kreis von organisatorischen und technischen Fragen zu durchdenken, um Hindernisse bei der Heimkehr syrischer Bürger zu beseitigen“, betonte der Militär.

    Die 2011 ausgebrochenen Unruhen in Syrien hatten zu offenen militärischen Auseinandersetzungen geführt. Moskau hat die syrische Regierung politisch beraten und diplomatisch begleitet. Anfang September 2015 begann Russland auf Bitte von Präsident Baschar Assad mit der Verlegung von Luftwaffen-Einheiten nach Syrien. Am 30. September 2015 griff es offen in den Krieg ein.

    Damit es mit der US-geführten Allianz nicht zu Kollisionen kommen konnte, unterzeichneten die Verteidigungsministerien Russlands und der USA ein Memorandum. Als Luftwaffenbasis wurde Hmeimin (Latakia) vereinbart. Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte waren vor der syrischen Küste präsent. Der Hafen Tartus wurde für die russische Marine ausgebaut.

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    Tags:
    Veranstaltungen, Forum, Flüchtlinge, Nationales Zentrum für Verteidigungsverwaltung, Uno, Baschar al-Assad, Syrien