19:08 14 Dezember 2018
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    Ein Stadtbezirk von Syriens Hauptstadt Damaskus, 29. September 2015

    C-Waffen-Arsenal mithilfe von USA vernichtet: Kein Grund für Luftangriff – Damaskus

    © AFP 2018 / Louai Beshara
    Politik
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    Der syrische Außenminister Walid Muallem hat das angebliche Vorhandensein von C-Waffen in Syrien sowie einen möglichen Luftangriff der westlichen Länder kommentiert.

    „Ich will bestätigen, dass Syrien über keine chemischen Waffen verfügt, weil sie nach dem Moment des Beitritts Syriens zur Organisation für das Verbot chemischer Waffen vernichtet worden sind. Damals haben amerikanische Schiffe alle syrischen chemischen Stoffe und Waffen abtransportiert, die im Mittelmeer entsorgt wurden. Deshalb haben wir keine C-Waffen“, sagte der Minister in einem Gespräch mit der russischen Zeitschrift „Meschdunarodnaja Schisn`“.

    Darüber hinaus kommentierte Muallem einen möglichen Luftschlag der westlichen Länder auf Syrien. Ein solcher Luftangriff wegen eines angeblichen C-Waffen-Einsatzes von Damaskus habe keinen legitimen Grund und werde ohne das Mandat des UN-Sicherheitsrates erfolgen, so der Minister.

    Sarah Sanders, Pressesprecherin des Weißen Hauses
    © AP Photo / Manuel Balce Ceneta
    „Auf jeden Fall zeigen unsere vorherigen Erfahrungen in Chan Schaichun und in Duma im April, dass die Beteiligten an der dreifachen Aggression auf keine Ergebnisse von Ermittlungen über einen C-Waffen-Einsatz gewartet hatten, sondern ihre aggressive Handlung gegen Syrien ausführten. Von diesem Standpunkt aus kann ich sagen, dass ein ähnliches Szenario auf keinem legitimen Grund beruht und ohne ein Mandat des UN-Sicherheitsrates erfolgen wird sowie der Tatsache widerspricht, dass Syrien keine chemischen Waffen einsetzt“, betonte der syrische Diplomat.

    Die syrische Opposition hatte am 4. April 2017 bekanntgegeben, dass eine Giftgasattacke in der Stadt  Chan Scheihun in der Provinz Idlib 80 Tote und 200 Verletzte gefordert hätte. Als Schuldigen nannte sie die Regierungstruppen Syriens, die diese Anschuldigungen entschieden zurückwiesen und die Terrorkämpfer und deren Schirmherren für diese Attacke verantwortlich machten. Die syrischen Behörden erklärten, niemals Chemiewaffen gegen die eigene Zivilbevölkerung und Terroristen eingesetzt zu haben. Sie betonten, dass das gesamte Chemiewaffenarsenal des Landes unter Kontrolle der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) außer Landes geschafft worden sei.

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    Ungeachtet all dessen hatten die USA einige Tage später einen massierten Raketenschlag gegen den syrischen Militärflugplatz Schairat geführt und dies damit gerechtfertigt, dass dort angeblich Flugzeuge mit Chemiewaffen an Bord stationiert gewesen seien. Dabei seien aber keinerlei Beweise vorgelegt worden, internationale Experten hätten diesen Flugplatz nicht besucht.

    Nach der Provokation mit den am 4. April 2018  angeblich „eingesetzten“ C-Waffen in der Stadt Duma hatten die USA, Großbritannien und Frankreich einen Raketenschlag gegen Objekte in Syrien geführt, ohne auf die Ermittlungen der OPCW-Experten zu warten. Washington, London und Paris hatten Damaskus für schuldig „erklärt“, obwohl sie keine Beweise dafür vorgelegt hatten. Alle ihre Schlussfolgerungen stützten sich nur auf Videos, die mit der bewaffneten Opposition loyalen Internet-Ressourcen entnommen worden waren.

    Am 25. August hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, erklärt, Terroristen von „Haiʾat Tahrir asch-Scham“ würden eine Provokation vorbereiten. Damit solle Damaskus des Einsatzes von Chemiewaffen gegen Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib bezichtigt werden, was dann als Vorwand für einen Angriff der USA und ihrer Verbündeten auf Regierungsobjekte in Syrien dienen könnte.

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    Tags:
    Attacke, Waffen, Luftangriff, Terroristen, C-Waffen, Verteidigungsministerium Russlands, UN-Sicherheitsrat, OPCW, Walid Muallem, Idlib, Frankreich, Großbritannien, USA, Chan Schaichun, Duma, Damaskus, Syrien