16:07 23 September 2018
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    Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow

    Weder Vermutungen noch Vorwürfe zulässig: Kreml zu Causa Skripal

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    Politik
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    Moskau hält die Vorwürfe der britischen Regierung für die Vergiftung der Skripals für inakzeptabel, ist dennoch zur Zusammenarbeit bei den Ermittlungen bereit. Dies gab der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Donnerstag gegenüber Reportern bekannt.

    Er merkte an, dass Russland erst dann Maßnahmen in Bezug auf die Verdächtigen im Fall Skripal treffen könnte, wenn die britische Seite einen entsprechenden Antrag einreiche.

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    „Gestern sprach Frau (Theresa – Anm. d. Red.) May über die mögliche Verwicklung der obersten russischen Führung. Wir wiederholen, dass weder die oberste Führung Russlands noch Leiter unteren Ranges oder offizielle Vertreter mit den Ereignissen in Salisbury etwas zu tun hatten und haben. Davon kann überhaupt keine Rede sein; irgendwelche Vermutungen oder Vorwürfe zu diesem Fall sind unzulässig“, so Peskow.

    Der Pressesprecher erinnerte daran, dass Russland seit Beginn der Affäre Zusammenarbeit bei den Ermittlungen vorgeschlagen hatte, welche die britische Seite verweigerte.

    „Um die Identität (der Verdächtigen – Anm. d. Red.) überprüfen zu können, brauchen wir einen Antrag seitens Großbritanniens, damit wir rechtliche Gründe für die Identitätsprüfung haben (…). Es gibt eine übliche internationale Praxis. Tatsache ist, dass Publikationen in den Medien sowie Erklärungen im Parlament kein Antrag sind und keiner sein können“, verlautbarte Peskow.

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    Ihm zufolge bedauere der Kreml, dass London eine Zusammenarbeit mit Russland für sinnlos halte. „Wenn sie keinen Sinn darin sehen, können wir es nur bedauern“, erörterte er.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Vorwürfe, Kreml, Pressedienst des Kremls, Theresa May, Sergej Skripal, Dmitri Peskow, Großbritannien, Russland