11:29 22 September 2018
SNA Radio
    Der Leiter des Portals RIA Novosti Ukriane, Kirill Wyschinski, im Gerichtssaal

    Wyschinski-Fall: Moskau fordert internationale Reaktion auf „Willkür“ Kiews

    © Sputnik / Ruptly
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 502

    Moskau ist über die sich verschlechternde Gesundheit des inhaftierten Chefs von RIA Nowosti Ukraine, Kirill Wyschinski, besorgt und fordert seine sofortige Freilassung. Dies hat die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag verkündet.

    Wyschinski befindet sich schon mehr als 100 Tage in ukrainischer Haft, nachdem ihm die Unterstützung der selbsterklärten Volksrepubliken im Donbass und Landesverrat vorgeworfen wurden.

    Andere Sputnik-Artikel: Wyschinski ist Geisel "welkenden Ratings" von Poroschenko — russischer Politiker>>>

    Die ukrainischen Behörden sperren den Zugang von russischen Konsulatsangestellten zu ihm unter der Begründung, dass er ein Bürger der Ukraine sei.

    „Besonders besorgniserregend ist die anhaltende Verschlechterung der Gesundheit von Kirill Wyschinski, der aus dem Gerichtssaal in einem Präinfarktzustand dringend ins Krankenhaus gebracht werden musste“, sagte Maria Sacharowa während ihres Briefings.

    In der Untersuchungshaft werde dem Journalisten die notwendige medizinische Versorgung verweigert, so die Pressesprecherin weiter.

    Mehr zum Thema: Ukraine: Journalisten werden für Wahrheit ins Gefängnis geworfen und getötet>>>

    „Wir fordern die sofortige Freilassung von Kirill Wyschinski, und davor auch die Gewährleistung von akzeptablen Verwahrungsbedingungen. Wir fordern eine rechtzeitige medizinische Behandlung. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, die in der Ukraine herrschende gesetzliche Willkür zu beeinflussen“, erklärte Sacharowa.

    Zuvor wurde im russischen Außenministerium die Inhaftierung Wyschinskis als tyrannisch und inakzeptabel bezeichnet. Die russische Botschaft hatte zwei Noten an das ukrainische Außenministerium geschickt und darin ein Ende der Gewalt gegen Vertreter der Medien gefordert.

    Der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit Harlem Désir äußerte ernste Besorgnis in Bezug auf das Vorgehen der ukrainischen Behörden gegenüber RIA Nowosti Ukraine. Er erinnerte daran, dass sich die OSZE-Teilnehmerstaaten dazu verpflichtet hätten, solche Bedingungen zu fördern, welche die Tätigkeit eines Journalisten aus einem Mitgliedstaat in einem anderen OSZE-Land erlauben würden.

    Mehr zum Thema: 100 Tage in ukrainischer Haft: Journalisten solidarisieren sich mit RIA Novosti-Chef>>>

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Rossiya Segodnya“-Chef brandmarkt Raub in Wohnung des Journalisten Wyschinski
    Putin über Verhaftung von Wyschinski in Ukraine: Beispiellos und unzulässig
    Senzow gegen Wyschinski? Poroschenko kommentiert möglichen Austausch
    Tags:
    Medienfreiheit, Haft, Harlem Désir, Kirill Wyschinski, Maria Sacharowa, Ukraine, Russland