21:40 25 September 2018
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    AfD-Demo in Berlin. November 2015

    AfD im Osten erstmals die stärkste Kraft – DeutschlandTrend

    © AFP 2018 / John Macdougall
    Politik
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    In den Ostbundesländern liegt die AfD erstmals vor der CDU und ist damit die stärkste Kraft. Zwei Drittel der Bundesbürger treten aber für eine Überwachung der Partei durch den Verfassungsschutz ein, wie aus der aktuellen Erhebung von Infratest Dimap für ARD-DeutschlandTrend hervorgeht.

    Demnach gewinnt die Alternative für Deutschland weiter an Zustimmung und erreicht in den ostdeutschen Bundesländern 27 Prozent. Die Christdemokraten sollen mit 23 Prozent vier Punkte dahinter liegen. Auf Platz drei würde die Linke mit 18 Prozentpunkten landen.      

    Bundesweit habe die AfD jedoch einen Punkt verloren und mit 16 Prozentpunkten den Platz drei besetzt. Die CDU und die SPD liegen im Vergleich zum Vormonat stabil bei 29 Prozent bzw. bei 18 Prozent.    

    Andererseits sollen 65 Prozent der Deutschen eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz angemessen finden, 32 Prozent würden solch eine Überwachung für nicht angemessen halten.     

    Die Umfrage ging ebenfalls auf das Vertrauen in Institutionen ein. So hätten 85 Prozent der Befragten im Westen ein großes oder sehr großes Vertrauen in die Polizei, im Osten seien es nur 69 Prozent. Die Medien würden das Vertrauen von 52 Prozent der Befragten in westdeutschen Bundesländern und lediglich von 29 Prozent der Befragten in ostdeutschen Bundesländern genießen. Der Bundesregierung vertrauten 46 Prozent der Befragten im Westen und 35 Prozent im Osten.  

    Die Unzufriedenheit mit dem schwarz-rotem Kabinett bleibe aber weiterhin groß. Obwohl 31 Prozent der Bürger mit seiner Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden seien (plus sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat), blieben 68 Prozent mit der Arbeit der Regierung unzufrieden.  

    Eine Krise des Rechtsstaates sei aber nicht zu beobachten: Bundesweit würden 68 Prozent der Befragten finden, der Rechtsstaat funktioniere alles in allem gut. Regional betrachtet seien es 73 Prozent im Westen und 50 Prozent im Osten. 

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