20:20 03 August 2020
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    Die Ukraine kann wieder Wasser auf die Krim liefern, wenn „die Besetzung“ der Halbinsel durch Russland anerkannt würde, wie der ukrainische Vizeminister für „zeitweilig besetzte Gebiete“, Juri Grymtschak, in einem Interview für den Fernsehsender „Espreso TV“ erklärte.

    Laut Grymtschak hat sich Russland bezüglich einer Wiederaufnahme der Wasserversorgung der Krim nicht offiziell an die Ukraine gewandt.

    „Wenn so ein Wunsch besteht, muss man sich zuerst an die Ukraine wenden und die Annexion der Krim anerkennen. Ohne das gibt es nichts zu besprechen“, so der ukrainische Politiker. Er fügte hinzu, bei der Erfüllung dieser Bedingung könne besprochen werden, wie viel das Wasser der Krim kosten würde. 

    Nachdem die Bevölkerung der Krim für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hatte, versuchte Kiew, die Halbinsel mit radikalen Maßnahmen unter seine Kontrolle „zurückzubringen“. Ukrainische Nationalisten haben einige Blockaden veranstaltet und Maste von Hochspannungsleitungen gesprengt. Die Kiewer Behörden haben die Wasserversorgung der Halbinsel durch den Nord-Krim-Kanal eingestellt und damit geprahlt, dass sie für die Krim-Einwohner damit „Probleme“ geschaffen hätten. Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments, Mustafa Dschemiljew, erklärte, sollte die Wasserversorgung wiederaufgenommen werden, würden die Ukrainer sie schnell wieder einstellen.     

    Beim Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums, wenngleich als einen besetzten Teil. Der Kreml weist seinerseits darauf hin, dass sich die Bürger der Krim auf demokratischem Weg für den Beitritt zu Russland entschieden haben.

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    Tags:
    Wasserversorgung, Kontrolle, Volksentscheid, Werchowna Rada, Juri Grymtschak, Mustafa Dschemilew, Krim, Kiew, Russland, Ukraine