01:24 25 September 2018
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    Russlands Geheimdienst: Von Kiew gesponsertes IS-Mitglied soll Morde geplant haben

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    Politik
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    Im russischen Gebiet Smolensk ist ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat festgenommen worden, das im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes und des rechtsextremen Rechten Sektors den Mord an „einem der Chefs der Volksabwehr von Donezk“ geplant haben soll. Das meldet der russische Inlandsgeheimdienst FSB am Montag.

    Den Aussagen des Festgenommenen zufolge beliefern die Geheimdienste der Ukraine die IS-Mitglieder mit Informationen und mit Waffen für die Organisation von Terroranschlägen in Russland sowie für die Eliminierung von Kommandeuren der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR). 

    „Auf dem Territorium des Smolensker Gebiets wurde der russische Bürger Magomedow Medshid Gabibulajewitsch, in Dagestan geboren, ein Mitglied der Organisation ‚Islamischer Staat‘, festgenommen, der im Auftrag des Geheimdienstes der Ukraine sowie der Anführer des ‚Rechten Sektors‘ die Ermordung eines Chefs der Volkswehr der DVR plante“, heißt es in der Pressemeldung.   

    Der Meldung zufolge hatte Magomedow Anfang dieses Jahres die Ukraine besucht, um zusammen mit den IS-Emissären die Fragen „zur Versorgung des nordkaukasischen verbrecherischen Untergrunds mit Ressourcen zu besprechen“.   

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    „Sie haben ihn mit Vertretern des Geheimdienstes der Ukraine sowie des Rechten Sektors bekannt gemacht. Magomedow soll von den Mitarbeitern der ukrainischen Geheimdienste einen Auftrag bekommen haben, einen im Gebiet Smolensk wohnenden Kommandeur einer Einheit der Streitkräfte der Donezker Volksrepublik zu eliminieren“, heißt es weiter in der Meldung.    

    Es sei gelungen, Magomedow während der Vorbereitung des Mordes festzunehmen. „Bei ihm ist eine selbstgebaute Sprengvorrichtung mit einer Sprengkraft von 1,5 Kilogramm TNT entdeckt und beschlagnahmt worden, ebenso eine Pistole mit Schalldämpfer und die Munition dazu“, präzisiert die Pressestelle. 

    Laut den Aussagen des Festgenommenen „leisten die ukrainischen Geheimdienste den IS-Kämpfern eine aktive Hilfe bei der Gewährleistung ihrer Sicherheit und der Finanzierung“. Außerdem würden sie  „Waffen und Sprengstoff“ für die Organisation der Terroranschläge in der Russischen Föderation „bereitstellen“. 

    „Unter anderem werden die IS-Mitglieder von den Geheimdiensten der Ukraine eingesetzt, um die Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk auszuschalten“, betont der FSB.

    Der Festgenommene erläuterte, er sei nach dem Tod von Anich Chomutajew, dem Anführer einer IS-Zelle in Dagestan, in die Ukraine  umgezogen. Dort sollen Magomedow und seine Komplizen die Vertreter des Rechten Sektors kennengelernt haben, die für sie ein Treffen mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU organisiert hätten. 

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    Der SBU soll dem IS-Mitglied Magomedow Medshid 10.000 Dollar dafür versprochen haben, dass er einen der Chefs der Donezker Volkswehr eliminiert, der in Smolensk lebt.  

    Es wird nicht präzisiert, wieviel gebürtige Dagestaner in der Gruppe sind, die vom SBU betreut wird. Es ist auch der Name des Kommandeurs der Donezker Volkswehr nicht bekannt.    

    Dabei leugnet der SBU die Angaben der russischen Geheimdienste, indem er sie als „einen weiteren Fake des FSB“ bezeichnet.

    Der Islamischen Staat und der Rechte Sektor sind in Russland verbotene Organisationen.

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    Tags:
    Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Geheimdienst, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), FSB, Smolensk