01:08 20 September 2018
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    Ein Mädchen in den Ruinen eines Hauses in Donezk (Archivbild)

    Donbass: Ukrainische Armee soll Schule angegriffen haben

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    Politik
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    Ukrainische Armeeeinheiten haben angeblich am Dienstag ein Schulgebäude im Ort Michailowka im Donbass-Gebiet unter Beschuss genommen. Das hat der Sprecher der Volksmiliz der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk, Andrej Marotschko, mitgeteilt.

    „Die Kiew-treuen Armeeeinheiten haben heute um 08.00 Uhr trotz der geltenden ‚Schul-Waffenruhe‘ eine Schule in der Ortschaft Michailowka (Solotoje-5) von der Ortschaft Solotoje-4 aus mit Geschosswerfern und Schusswaffen angegriffen“, erklärte Andrej Marotschko am Dienstag.

    Der Sprecher fügte hinzu, dass alle Kinder in Sicherheit gebracht worden seien. Über Zerstörungen lägen noch keine genauen Angaben vor.

    Die mit der Minsker Kontaktgruppe vereinbarte „Schul-Waffenruhe“, die seit dem 29. August gilt, ist zeitlich auf den Beginn des Schuljahres abgestimmt.

    Der Erste Stellvertreter des Chefs der OSZE-Beobachtergruppe in der Ukraine, Alexander Hug, hat die Konfliktseiten aufgerufen, ihr Möglichstes zu tun, um den Waffenstillstand einzuhalten. Er schlug unter anderem vor, schwere Waffen, die sich zu nah an der Trennlinie befinden, abzuziehen. Das könne dazu beitragen, einen langfristigen Waffenstillstand anzulegen, so Hug.

    Zuvor hatte im Donbass die so genannte „Brot-Waffenruhe“ gegolten. Diese hat es laut dem OSZE-Vertreter ermöglicht, die Zahl der Opfer unter Zivilisten zu minimieren.

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    Tags:
    Waffenstillstand, Waffenruhe, Lugansker Volksrepublik, OSZE, Andrej Marotschko, Alexander Hug, Osten der Ukraine, Donbass