01:40 15 November 2018
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    Putin appelliert an mutmaßliche Skripal-Attentäter: „Meldet Euch!“

    Putin appelliert an mutmaßliche Skripal-Attentäter

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Exklusiv: Mutmaßliche Skripal-Attentäter melden sich erstmals zu Wort (10)
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    Die beiden mutmaßlichen Attentäter im Fall Skripal sind den russischen Behörden bekannt, samt Aufenthaltsort. Das hat Russlands Präsident Wladimir Putin am Mittwoch in Wladiwostok erklärt. Er fordert sie auf, sich öffentlich zu stellen – „so wäre es für alle besser.“

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch öffentlich an Alexander Petrow und Ruslan Boschirow mit dem Appell gewendet, sich zu stellen. Die beiden Russen sollen im März in Großbritannien den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet haben, wie die britischen Behörden behaupten.

    Die russischen Behörden wiederum hätten die beiden schon identifiziert, sagte Putin auf dem Östlichen Wirtschaftsforum Wladiwostok. „Wir wissen, wer sie sind. Wir haben sie gefunden.“ 

    Der Präsident fügte hinzu: „Ich hoffe, dass sie auftauchen und selber über sich selbst erzählen. So wäre es für alle besser.“

    Putin appellierte an die beiden mutmaßlichen Täter: „Ich wende mich an Sie: Meldet Euch irgendwie, kommt in ein Massenmedium.“ Bei den beiden handelt es sich laut dem Präsidenten um „Zivilisten" mit „keinerlei kriminellem Hintergrund´“.

    Sergej Skripal und seine Tochter Julia, die am 4. März unweit des geheimen Militärlabors Porton Down bewusstlos aufgefunden wurden, waren nach Darstellung der britischen Regierung mit dem tödlichen Giftstoff A234, im Westen unter dem russischen Namen Nowitschok bekannt, vergiftet worden. Ihre schnelle Genesung halten Experten jedoch für überraschend.

    Die britische Regierung machte umgehend Russland für das mutmaßliche Attentat verantwortlich. Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Aufklärung.

    Das mit der Untersuchung beauftragte britische Militärlabor Porton Down teilte im April mit, dass eine russische Herkunft des Nervengifts nicht nachweisbar sei.

    Anfang September hat die britische Polizei Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Bei ihnen soll es sich um russische Geheimdienstmitarbeiter Alexander Petrow und Ruslan Boschirow handeln. Russland bestreitet das.

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    Julia Skripal, Sergej Skripal, Wladimir Putin, Großbritannien, Russland