22:34 15 November 2018
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    Ukrainische Regierungskräfte in der Nähe des Seeflughafens von Mariupol

    Ukraine verlegt Truppen ans Asowsche Meer

    © AP Photo / Vadim Ghirda
    Politik
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    Kiew baut seine Truppenpräsenz an dem ans Schwarze Meer grenzenden Asowschen Meer aus. Das haben ein ranghoher ukrainischer Militär und ein Regierungsmitglied mitgeteilt. Sie erklären, warum das geschieht.

    Das ukrainische Militär hat die am Asowschen Meer stationierte Armeegruppierung verstärkt. Das hat der Befehlshaber der ukrainischen Landstreitkräfte, Generaloberst Sergej Popko, am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt.

    Diese Maßnahme des ukrainischen Generalstabes zielt laut Popko darauf ab, „die Situation in der Region vollständig unter Kontrolle zu bringen, die Handlungen der (dortigen) Schiffsgruppierung zu unterstützen und eine zuverlässige Verteidigung der Meeresküste zu sichern“.

    Der stellvertretende Infrastruktur-Minister Juri Lawrenjuk teilte auf Facebook mit, die Ukraine habe die Verlegung von zwei gepanzerten Schnellbooten vom Typ Gjursa-M zum Asowschen Meer abgeschlossen. Am Sonntag sei das Schnellboot „Lubny“ und am Dienstag das Schnellboot „Krementschug“ zu Wasser gelassen worden.

    Zuvor hatte der Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung (SNBO) der Ukraine verfügt, die militärische Präsenz im Asowschen Meer zu verstärken und die Küstenschutz-Einheiten mit Raketenwaffen auszurüsten.

    Situation im Asowschen Meer

    Kiew beschuldigt Moskau, Schiffe aufzubringen, die durch die Straße von Kertsch zu ukrainischen Seehäfen unterwegs sind. Die Schiffe würden untergenutzt liegen, weswegen ihre Besitzer Verluste hinnehmen müssten, wird geklagt. Die stellvertretende Außenministerin der Ukraine, Jelena Serkal, erklärte jedoch, die Schiffskontrollen im Asowschen Meer durch den russischen Grenzdienst erfolgten protokollgemäß und ohne Rechtsverstöße.

    Die Grenzschutzbehörde der Krim hat ihrerseits erklärt, dass die Kontrollen ausländischer Schiffe entsprechend dem Völkerrecht vorgenommen würden. Es seien bisher keine Einsprüche von Schiffsbesitzern erhoben worden.

    Die Seestreitkräfte der Ukraine verfügen gegenwärtig über sechs leichte Schnellboote vom Typ Gjursa-M. Sie wurden in dem Unternehmen „Kusnja na Rybalskom“ gebaut, das sich im Besitz des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko befindet.

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    Seestreitkräfte, Truppen, Facebook, Jelena Serkal, Petro Poroschenko, Asowsches Meer, Ukraine