17:00 15 August 2020
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    Als Reaktion auf einen Angriff des SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs hat die AfD-Fraktion geschlossen den Plenarsaal verlassen. „Die AfD hat nur dumme Sprüche parat, keine Inhalte, keine Lösungen“, schimpfte der Sozialdemokrat.

    „Rechtsradikale in diesem Parlament sind unappetitlich“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, am Mittwoch. Bei seiner Rede zum Bundeshaushalt der Regierung monierte er:

    „Die AfD hat nur dumme Sprüche parat, keine Inhalte, keine Lösungen. Man muss sich diese Traurigen da nur angucken“, betonte Kahrs. Hass mache hässlich. „Schauen Sie in den Spiegel“, unterstrich der SPD-Politiker.

    Als eine Zwischenfrage seitens der AfD angemeldet wurde, erwiderte Kahrs, dass er von „Rechtsradikalen“  keine Zwischenfragen brauche. Weiterhin warf er der rechts-konservativen Partei Spaltung vor und warnte vor Verhältnissen wie in der Weimarer Republik, die bekanntlich in den Nationalsozialismus führten. „Schauen Sie in den Spiegel, dann sehen Sie, was diese Republik in den 20ern und 30ern ins Elend geführt hat.“

    AfD-Fraktion verlässt Plenarsaal - „Rechtsradikale im Parlament sind unappetitlich“

    Daraufhin standen die AfD-Abgeordneten auf und verließen den Plenarsaal. Sie kehrten jedoch nach der Rede des SPD-Abgeordneten zurück. Der Vizepräsident des Bundestages, Hans-Peter Friedrich, rief Kahrs zur Mäßigung auf. „Ich glaube nicht, dass es zielführend ist, wenn wir eine solche Aggressivität hier in das Hohe Haus bringen. Das wird für die Beratungen in der Zukunft nicht zuträglich sein.“ Das sei nicht in Ordnung. Die SPD-Abgeordnete Barbara Hendricks bezeichnete es in ihrer Rede als „befremdlich“, dass der Bundestagsvizepräsident ihrem Kollegen Kahrs „Aggressivität“ vorwerfe. Ähnliche Äußerungen zur AfD habe man von Friedrich noch nie gehört, bemerkte die SPD-Politikerin.

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    Tags:
    Rede, Anschuldigungen, Skandal, Rechtsextremismus, SPD, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bundestag, Hans-Peter Friedrich, Alexander Gauland, Martin Schulz, Deutschland