22:23 15 November 2018
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    Russlands Außenminister Sergey Lawrow (L) und Präsident Wladimir Putin (R)

    Putin offenbart seine Meinungsverschiedenheit mit Lawrow

    © Sputnik / Mikhail Klimentyev
    Politik
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat zugegeben, dass er und Außenminister Sergej Lawrow beim Thema Visumpflicht unterschiedliche Meinungen vertreten. Putin ist nach eigenen Worten für die Erleichterung des Verfahrens für Ausländer, die nach Russland reisen wollen. Lawrow bestehe aber auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit.

    Konkret ging es um eine mögliche Visumfreiheit mit Japan.

    „Ich bin dafür, Lawrow ist dagegen. Ich muss auf die Meinung der Experten hören. Wie die Mitarbeiter des Außenministeriums behaupten, werden Fragen dieser Art hauptsächlich auf Grundlage der Gegenseitigkeit geregelt“, sagte Putin bei einer Plenarsitzung auf dem Östlichen Wirtschaftsforum am Mittwoch.

    Russland bleibe vorerst bei diesem Standpunkt, werde aber auf die Aufhebung aller Visa-Barrieren hinarbeiten.

    „Wenn Shinzo Abe (Japans Premierminister – Anm. d. Red.) jedes Mal ein Visum erhalten muss, dann werden wir ihm auf einmal ein fünf- oder zehnjähriges Visum ausstellen“, so Putin weiter.

    Zuvor hatte Abe bei einem Gespräch mit dem russischen Staatschef erklärt, Japan werde ab Oktober 2018 neue Maßnahmen zur Erleichterung der Visumpflicht für russische Touristen ergreifen.

    Im Juli hatte das russische Parlament beschlossen, den Fans, die die Weltmeisterschaft 2018 in Russland besucht haben, die visafreie Einreise ins Land bis Ende des Jahres zu gewähren. 

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    Tags:
    Erleichterung, Visumpflicht, Visum, Sergej Lawrow, Shinzo Abe, Wladimir Putin, Japan, Russland