12:18 17 November 2018
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    Weißhelme in Idlib

    Pentagon-Sprecher: Syrische „Weißhelme“ sind Helden

    © AFP 2018 / Omar Haj Kadour
    Politik
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    Alles nur humanitäre Helden und keine Helfer der Islamisten in Syrien? So sehen jedenfalls die USA weiterhin die „Weißhelme“ in Syrien, wie eine Antwort aus dem Pentagon auf eine Sputnik-Anfrage zeigt. Die Aussagen widersprechen russischen und internationalen Erkenntnissen über die Rolle der Organisation.

    Die USA schätzen die Arbeit der syrischen oppositionellen „Zivilschutz“-Organisation – bekannt als „Weißhelme“ –, die von Russland wegen Provokationen beschuldigt wird, als „heroisch“ ein. Das hat ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Mittwoch gegenüber der Agentur Sputnik erklärt.

    Er nahm zu den russischen Vorwürfen Stellung, dass die „Weißhelme“ Chemiewaffen-Einsätze inszenieren. „Die ‚Weißhelme‘ sind eine humanitäre Organisation, die Tausende Menschenleben gerettet hat und auf Bombardierungen durch die Streitkräfte Russlands und des (syrischen – Anm. d. Red.) Regimes weiter reagiert. Die USA und die Völkergemeinschaft unterstützen ihre heroische Arbeit weiter.“

    Der Pentagon-Sprecher betonte: „Russland muss als ein verantwortungsbewusstes Mitglied der Völkergemeinschaft handeln und seinen Einfluss geltend machen, um weitere Gräueltaten von Seiten des Regimes (von Präsident Baschar al-Assad – Anm. d. Red.) zu verhindern. Stattdessen entstellt Russland die Wahrheit und greift Freiwillige an, die bemüht sind, Menschenleben zu retten.“

    Dem Sprecher zufolge sind die USA wie bislang um eine Lösung der Syrien-Krise unter der Schirmherrschaft der Uno bemüht.

    Dem russischen Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien zufolge hatten die Drehteams von mehreren arabischen Sendern und der regionalen Filiale eines US-amerikanischen TV-Senders am Dienstag neun Fake-Szenen aufgenommen, in denen der Einsatz von chemischen Waffen gegen syrische Zivilisten durch die syrischen Regierungstruppen simuliert wurde. Die Videos zeigten angeblich verletzte Syrer, denen Aktivisten des „Zivilschutzes“ („Weißhelme“) zu Hilfe gekommen sein sollen. Nach Angaben des Zentrums exerzieren die „Weißhelme“ seit Sonntag täglich solche Szenen unter Teilnahme von Kindern in Chan Scheichun.

    Wie es aus dem Zentrum weiter hieß, bereiten sich Terrorkämpfer darauf vor, chlorhaltige Kampfstoffe gegen die Teilnehmer der gestellten Szenen anzuwenden.

    Generalmajor Igor Konaschenkow, amtlicher Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, hatte im August auf die Vorbereitungen der Terroristen auf eine neue Provokation hingewiesen, die Anlass für Raketenschläge der USA und ihrer Verbündeten bieten soll.

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