14:29 17 November 2018
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    Alexander Petrow (r.) und Ruslan Boschirow beim Interview mit Margarita Simonjan

    Angebliche Skripal-Attentäter: „Sie haben unsere Leben zerstört“

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    Politik
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    Exklusiv: Mutmaßliche Skripal-Attentäter melden sich erstmals zu Wort (10)
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    In einem Interview russischer Medien mit den beiden im Fall Skripal von London verdächtigten Bürgern Russlands schildern diese ihre Version der Geschichte. Sie werfen London vor, ihre Leben „auf den Kopf gestellt“ zu haben.

    Die beiden russischen Bürger Alexander Petrow und Ruslan Boschirow werden von den britischen Behörden verdächtigt, hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal im März 2018 zu stecken. Die beiden haben sich jetzt erstmals in einem Interview selbst zu den Vorwürfen geäußert und werfen den britischen Behörden vor, dass diese ihnen „das Leben zerstört haben“.

    Während des Interviews mit den angeblichen Attentätern hat Margarita Simonjan, Chefredakteurin von Sputnik und des TV-Senders RT, bemerkt, dass die beiden angespannt aussehen.

    „Wie würden Sie aussehen?“, entgegnete Petrow.

    „Wenn Ihr Leben so einfach und auf den Kopf gestellt wurde?“, fügte Boschirow hinzu. „Innerhalb eines Tages. Es wurde zerstört.“

    Petrow betonte im Interview: „Wir möchten in Ruhe gelassen werden.“

    Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März dieses Jahres unweit des geheimen Militärlabors Porton Down bewusstlos aufgefunden worden. Sie wurden nach Darstellung der britischen Regierung mit dem tödlichen Giftstoff A234, im Westen unter dem russischen Namen „Nowitschok“ bekannt, vergiftet. Ihre schnelle Genesung halten Experten jedoch für überraschend.

    Die britische Regierung machte umgehend Russland für das mutmaßliche Attentat verantwortlich. Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Aufklärung.

    Das mit der Untersuchung beauftragte britische Militärlabor Porton Down teilte im April mit, dass eine russische Herkunft des Nervengifts nicht nachweisbar sei.

    Anfang September hat die britische Polizei Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Bei ihnen soll es sich um die angeblichen russischen Geheimdienstmitarbeiter Alexander Petrow und Ruslan Boschirow handeln. Russland bestreitet das.

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    Exklusiv: Mutmaßliche Skripal-Attentäter melden sich erstmals zu Wort (10)
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    Nervengiftanschlag, Nervengift, verdächtige, Vergiftung, Interview, Ruslan Boschirow, Alexander Petrow, Sergej Skripal, Großbritannien