14:26 01 April 2020
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    London hat das Interview der russischen Bürger Alexander Petrow und Ruslan Boschirow gegenüber RT und Sputnik als Beispiel für absichtliche „Verwirrung des Falls und Lüge vonseiten Russlands“ bewertet.

    „Für die Regierung ist klar, dass diese Menschen Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU sind und dass sie eine extrem toxische illegale Chemiewaffe auf den Straßen unseres Landes eingesetzt haben“, sagte ein Vertreter des britischen Außenministeriums gegenüber Sputnik.

    Am Donnerstag gaben die beiden von London Verdächtigten der Chefin von RT und Sputnik ein Interview. Darin behaupteten Petrow und Boschirow, sie hätten Salisbury nur als Touristen besucht, um die berühmte Kathedrale von Salisbury zu besichtigen. Die beiden weisen jede Schuld von sich. Sie hätten gar nicht gewusst, dass die Skripals in der Stadt gewohnt hätten. Petrow und Boschirow bestätigten allerdings, dass die Fotos von Scotland Yard, auf denen sie in Salisbury zu sehen sind, echt waren.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat ihrerseits die Vorwürfe aus London als unzulässig bezeichnet. „Ich halte es für absolut unzulässig, Menschen 30 bzw. 40 Minuten, nachdem sie eine Aussage gemacht haben, des Lügens zu bezichtigen“, sagte Sacharowa. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin die beiden Männer dazu aufgerufen, Medien zu kontaktieren und alles zu erzählen.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    Skripal war 2006 wegen Spionage für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er kam jedoch im Juni 2010 im Zuge eines Austausches inhaftierter Spione zwischen Russland und den USA auf freien Fuß. Kurz darauf wurde Skripal in Großbritannien Asyl gewährt.

    18 EU-Länder sowie die USA, Kanada, die Ukraine, Albanien, Mazedonien, Norwegen und Australien haben im Zusammenhang mit dem „Fall Skripal“ die Ausweisung russischer Diplomaten beschlossen. 

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    "Nowitschok", Vergiftung, Anschlag, Ruslan Boschirow, Alexander Petrow, Sergej Skripal, Wladimir Putin, Salisbury, England, Großbritannien