16:46 14 August 2020
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    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat das Verhalten der AfD im Bundestag in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur als „staatszersetzend” bezeichnet.

    Die Abgeordneten stellten sich gegen den Staat, auch wenn sie tausendmal sagten, dass sie Demokraten seien, erklärte der CSU-Vorsitzende.

    Seehofer äußerte sich zu dem  Versuch, den Haushalt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diese Woche im Bundestag zum Debattenthema zu machen: „Das ist für unseren Staat hochgefährlich. Das muss man scharf verurteilen. Ich kann mich nicht im Bundestag hinstellen und wie auf dem Jahrmarkt den Bundespräsidenten abkanzeln.”

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    Der Vorstoß der AfD-Fraktion vom Dienstag sei ein schäbiger „Frontalangriff“.

    Die AfD habe sich in den vergangenen Jahren radikalisiert. „Die sind auf der Welle, auf der sie schwimmen, einfach übermütig geworden und haben auch dadurch die Maske fallen lassen. So ist es auch leichter möglich, sie zu stellen, als wenn sie den Biedermann spielt. Mich erschreckt an der AfD dieses kollektive Ausmaß an Emotionalität, diese Wutausbrüche – selbst bei Geschäftsordnungsdebatten. Als ginge es jetzt um die Auflösung der Bundesrepublik Deutschland”, sagte Seehofer.

    Er fügte hinzu, so könne man nicht miteinander umgehen. Auch dann nicht, wenn man in der Opposition sei.

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    Tags:
    Kritik, AfD, CSU, Frank-Walter Steinmeier, Horst Seehofer, Deutschland