15:48 01 April 2020
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    Der Vorsitzende des Demokratischen Rates Syriens (SDC), einer Dachorganisation, zu der unter anderem die kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) gehört, Rezzan Hiddo, hat in einem Interview mit Sputnik den USA vorgeworfen, hinter dem jüngsten Zusammenstoß zwischen der syrischen Armee und den kurdischen Kämpfern des SDC zu stecken.

    Am 8. September war es in der Stadt Qamischli im Nordosten Syriens zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den syrischen Regierungstruppen und Kämpfern einer kurdischen Miliz gekommen, bei dem 13 syrische Soldaten und sieben kurdische Kämpfer getötet worden waren. Der Vorfall rief ein breites Echo innerhalb des Landes hervor.

    Hiddo, der einst als Militärberater der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) tätig gewesen war, verwies darauf, dass die syrischen Regierungstruppen jahrelang Seite an Seite mit den kurdishcen Volksverteidigungseinheiten in Aleppo und Afrin koexistieren würden. Anders sei es in der Region Dschesireh, wo ein US-Militärkontingent stationiert sei und die Lage regelmäßig eskaliert werde, sagte er.

     „Der jüngste Zwischenfall in Qamischli lässt darüber nachdenken, dass die USA versuchen, Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und den Kurden zu vereiteln. Die USA treiben eine Politik, die gegenüber den auf dem syrischen Territorium lebenden Völkern feindlich ist", so Hiddo.

    Die Spannungen in Qamischli seien nicht im Interesse des kurdischen Volkes oder der syrischen Regierung, betonte er. „Auffallend ist die Tatsache, dass der Vorfall in Qamyschli vor dem Hintergrund eines aktiven Verhandlungsprozesses zwischen Damaskus und den kurdischen Vertretern passiert ist".

    Dies zeuge davon, dass „bestimmte Kräfte" den erfolgreichen Abschluss dieses Prozesses verhindern wollten: „Die USA sind mit dem in Ordnung kommenden Dialog nicht zufrieden. Offiziell treten sie zwar nicht gegen diesen Prozesses auf. In der Praxis versuchen sie jedoch, ihn auf jegliche Weise zu verhindern. Denn das Erreichen von Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien sowie eine Regelung in Syrien sind nicht im Interesse von Washington", betonte Hiddo.

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    Tags:
    Zusammenstoß, Verhandlungen, Kurden, YPG, syrisch-kurdische Volksverteidigungseinheiten (YPG), Syrien, USA