00:56 25 September 2018
SNA Radio
    Lage in Idlib

    Lage in Idlib: Moskau, Ankara, Berlin und Paris legen gemeinsamen Standpunkt fest

    © AFP 2018 / OMAR HAJ KADOUR
    Politik
    Zum Kurzlink
    4318017

    In Istanbul haben sich am Freitag hochrangige Beamte aus Russland, der Türkei, Deutschland und Frankreich getroffen, um die Lage in der syrischen Provinz Idlib zu besprechen. Laut dem Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, haben sich die Seiten auf die Notwendigkeit einer politischen Lösung geeinigt.

    „Die Seiten haben sich darauf geeinigt, dass ein möglicher Angriff auf Idlib schwerwiegende Folgen haben und eine Flüchtlingswelle auslösen wird. Heute hatten wir die Gelegenheit, diese Risiken einzuschätzen und darüber zu sprechen, welche Schritte wir unternehmen können, um diese Katastrophe zu verhindern. Der gemeinsame Standpunkt besteht darin, dass es eine politische und keine militärische Lösung geben soll“, sagte Kalin am Freitag gegenüber Journalisten.

    Mehr zum Thema >>> Auswege gesucht: Die Groß- und Regionalmächte streiten über Idlib

    Er fügte hinzu, eine neue Flüchtlingswelle könne eine neue Krise in Europa auslösen.

    Kalin zufolge ist das bevorstehende Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan von großer Bedeutung. „Unser Ziel besteht darin, den Status von Idlib als Deeskalationszone zu schützen und eine humanitäre Katastrophe nicht zuzulassen“, so Kalin.

    Die Seiten hätten außerdem die Tagesordnung eines möglichen vierseitigen Gipfeltreffens zu Syrien erörtert. Seitens Russlands nahm an dem Treffen der Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, teil.

    Mehr zum Thema >>> Idlib-Operation „sorgfältig und heimlich ausgearbeitet“ – Russlands Außenministerium

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra“* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls die politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern die Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr der Flüchtlinge gewidmet.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Washington in Not: Fake-Giftgasanschlag in Idlib verschafft Russland einen Trumpf
    Terroristen bereiten in Idlib echten Chlor-Angriff vor – Russisches Militär
    Aktivist: Weißhelme bringen Gasbehälter nach Idlib – Angst vor Giftgas-Fake wächst
    Dreharbeiten zu Fake-Giftgasanschlag in Idlib begonnen – Russische Armee
    Tags:
    Einigung, Lösung, Treffen, Lage, Ibrahim Kalin, Juri Uschakow, Idlib, Türkei, Syrien, Deutschland, Frankreich, Russland