03:04 18 November 2018
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    Gouvernement Idlib, Syrien

    Uno hofft auf Russland bei Lösung humanitärer Probleme in Syrien

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    Politik
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    Die Uno rechnet mit der Unterstützung von Russland bei der Verbesserung der Lage der syrischen Flüchtlinge bei ihrer Heimkehr. Diese Auffassung hat der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, vertreten.

    „Wir haben große Sorgen hinsichtlich der Situation in Idlib. Andere Episoden der letzten Zeit wie Aleppo, Ost-Ghuta und Daraa wurden unter anderem durch Verlegung der bewaffneten und unerwünschten Personen nach Idlib gelöst. Nun ist es voll von bewaffneten Personen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Rom. Außerdem gebe es in Idlib drei Millionen Zivilisten, darunter eine Million Menschen, die ihre Wohnungen in anderen Städten verloren haben.

    „Und das bedeutet, dass es kein anderes Idlib gibt, und die Lösung der Situation wird komplizierter", sagte Grandi.

    Bei den Verhandlungen mit den syrischen und russischen Partnern in den letzten Wochen habe er betont, wie wichtig das Modell sei, das die syrische Armee bei ihrer Offensive im Süden des Landes angewendet habe, so Grandi. Nach diesem Modell würden Vereinbarungen mit den bewaffneten Gruppierungen erzielt, die es ermöglichen würden, ein Blutbad zu verhindern. Allerdings würden solche Kompromisse und Vereinbarungen vor allem mit der „nichtradikalen Opposition" geschlossen, und nicht mit Terrorgruppen, die es in Idlib jedoch gebe.

    Es sei zwar schwierig, mit diesen Gruppierungen zu verhandeln, er hoffe jedoch, dass derartige Vereinbarungen auch in Idlib „im meist vollen Umfang für eine längste Frist" geschlossen werden sollten, sagte er.

    Auch die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge sei eine der Fragen, die er oft mit der russischen Seite bespreche, fügte Grandi hinzu.

    Die Uno sei zwar nicht gegen die Rückkehr der Flüchtlinge, betonte Grandi. Die Weltorganisation übermittle jedoch die Besorgnisse der Geflüchteten der syrischen Regierung. Als Voraussetzungen für ihre Rückkehr würden die syrischen Flüchtlinge nicht nur Arbeitsplätze und den Wiederaufbau von Wohnhäusern, Schulen und Krankenhäusern nennen. Die Rede sei auch von Problemen, die sie mit ihren Papieren hätten. Außerdem würden die Flüchtlinge Angst haben, zum Wehrdienst einberufen zu werden. Die letzteren Probleme könnten bereits heute angesprochen werden, ist sich Grandi sicher.

    „Ich war in Damaskus, besprach alle diese Fragen mit der syrischen Regierung und bat Russland, das selbstverständlich einen Einfluss auf Syrien hat, uns bei der Lösung dieser Probleme zu helfen", so der UN-Kommissar.

    „Anstatt zu sagen‚ Sie alle sollten zurückgebracht werden‘, müssen wir Voraussetzungen dafür schaffen", äußerte er.

    Das Gebiet der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens wird zurzeit von den Regierungstruppen praktisch nicht kontrolliert. Kämpfer der bewaffneten Opposition sowie, wie es in Moskau und Damaskus betont wird, Kämpfer verschiedener Terrorgruppierungen, würden sich dort aufhalten und die Stellungen der syrischen Armee regelmäßig angreifen.

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    Tags:
    Flüchtlinge, Rückkehr, Terrormiliz, Opposition, Filippo Grandi, Idlib, Syrien, Russland