17:08 18 September 2018
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    Asowsches Meer (Symbolbild)

    „Agonie“: Abgeordnete zu Poroschenkos Aussage über „Okkupation“ des Asowschen Meers

    © Sputnik / Sergej Malgawko
    Politik
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland vorgeworfen, das Asowsche Meer okkupieren zu wollen. Die Abgeordneten der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus) haben diesen Vorwurf einer scharfen Kritik unterzogen.

    Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Duma-Verteidigungsausschusses, Juri Schwytkin, unternimmt gerade die Ukraine „provokative und aggressive“ Schritte und verstößt dabei gegen das Abkommen zwischen Russland und der Ukraine über die Nutzung des Asowschen Meeres.

    „Die Ukraine muss sich selbst anschauen, wie sie den Normen des Völkerrechts ‚nachkommt‘. In der Tat verstößt die Ukraine gegen diese, indem sie verschiedene Schiffe auf der Stelle anhält und dabei keine Gründe erklärt und die Besatzungen beinahe als Geiseln hält. Darum ist es überraschend, dass Poroschenko eine solche Aussage macht. Es ist nur eine Wahlkampf-Agonie“ sagte Schwytkin gegenüber dem Sender RT.

    Der Duma-Abgeordnete von der russischen Teilrepublik Krim Michail Scheremet sagte gegenüber Sputnik, Russland müsse die Sicherheitsmaßnahmen im Asowschen Meer als Antwort auf die Bedrohungen seitens der Ukraine verschärfen.

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    „Die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im Asowschen Meer ist eine Notmaßnahme als Reaktion auf terroristische und piratische Bedrohungen, die von den ukrainischen Behörden ausgehen. Russland musste seine Fischer, Zivilisten und Schiffe vor der unberechenbaren und aggressiven Politik der ukrainischen Behörden schützen, die bereit sind, als ob sie Somalia-Piraten wären, Schiffe aufzubringen und Bürger festzunehmen“, so Scheremet.

    Zuvor hatte Petro Poroschenko in einem Interview für die Zeitung „The Washington Post“ erklärt, Russland blockiere die ukrainischen Schiffe im Asowschen Meer, um dieses zu „okkupieren“.

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    Kiew wirft Moskau vor, die Schiffe beim Anlaufen der ukrainischen Häfen über die Straße von Kertsch zu blockieren. Die Schiffe würden lange liegen bleiben, während ihre Besitzer Verluste erleiden würden, hieß es. Das Grenzschutz-Departement des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in der Republik Krim gab in diesem Zusammenhang bekannt, die Kontrollen der ausländischen Schiffe würden im Einklang mit dem Internationalen Seerecht erfolgen. Die Reeder sollen keine Kritik geübt oder Ansprüche erhoben haben.

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    Tags:
    Vorwürfe, Okkupation, Staatsduma, Juri Schwytkin, Michail Scheremet, Petro Poroschenko, Asowsches Meer, Russland, Ukraine