17:09 16 November 2018
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    Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan (Archivbild)

    Sputnik-Chefredakteurin wirft BBC Verfälschung ihrer Worte vor

    © Sputnik / Witalij Beloussow
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    Exklusiv: Mutmaßliche Skripal-Attentäter melden sich erstmals zu Wort (10)
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    RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat dem britischen Sender BBC vorgeworfen, ein Interview mit ihr unter einer inkorrekten Überschrift veröffentlicht zu haben.

    Simonjan, die am Donnerstag die im Fall Skripal von London verdächtigten russischen Bürger Alexander Petrow und Ruslan Boschirow interviewt hatte, schrieb auf ihrem Telegram-Kanal, BBC habe ein Interview mit ihr unter der Überschrift „Margarita Simonjan: Ich habe keinen Grund, Petrow und Boschirow zu glauben“ veröffentlicht.

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    „In der Tat habe ich auf die Frage, ob ich ihnen (Petrow und Boschirow) glaube, auf folgende Weise geantwortet: ‚Ich glaube nur daran, was ich mit eigenen Augen gesehen habe. Aus dieser Sicht habe ich keinen Grund, Petrow und Boschirow aufs Wort zu glauben. Ich habe aber doch wenig Grund, Ihren Geheimdiensten zu glauben, da Ihre Geheimdienste die ganze Zeit lügen, und die ganze Welt weiß, dass sie lügen““, so Simonjan.

    „Spüren Sie den Unterschied“, fügte die Sputnik-Chefredakteurin hinzu.

    Giftanschlag auf die Skripals

    Am 4. März waren im britischen Salisbury Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, und seine Tochter Julia vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal provoziert hatte. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Moskau dementiert das entschieden.

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    Am 5. September hatte die britische Staatsanwaltschaft gegen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow Anklage zu vier Artikeln erhoben. Unter anderem geht es um den Giftanschlag auf die Skripals sowie auf den britischen Polizisten Nick Bailey. Großbritanniens Premierministerin Theresa May behauptet, die Verdächtigten seien Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU.

    Am Donnerstag sprachen Petrow und Boschirow mit Simonjan erstmals öffentlich darüber, mit welchem Ziel sie im März ins britische Salisbury gereist waren. Sie erklärten unter anderem, sie hätten Salisbury als Touristen besucht. Zudem hätten sie nichts von den Skripals gewusst und seien zurzeit in der Fitnessindustrie tätig.

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