13:35 15 Oktober 2018
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    Botschaft der Schweiz in Moskau (Archivbild)

    Neue „Spionage-Vorwürfe“: Schweiz verschärft Zulassungsprozess russischer Diplomaten

    © Sputnik / Waleri Melnikow
    Politik
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    Die Schweiz hat das Akkreditierungsverfahren für russische Diplomaten wegen Verdachts illegaler Aktivitäten im Land verschärft. Dies gab der Pressedienst des Eidgenössischen Departements für internationale Angelegenheiten gegenüber Sputnik bekannt.

    Das EDA bestätigte, seit dem Frühjahr dreimal den russischen Botschafter oder seinen zeitweiligen Geschäftsträger einbestellt zu haben, um Erklärungen zum Fall Skripal und der Situation um das Spiez-Labor zu erhalten.

    Mehr zum Thema: "Fehlen jeglicher Fakten": Russland weist Spionagevorwürfe aus Schweiz zurück>>>

    „Das Außenministerium hat Russland dazu aufgerufen, illegale Aktivitäten in der Schweiz und gegen Schweizer Einrichtungen sofort einzustellen. Die Prüfung der russischen Akkreditierungsanträge hat sich intensiviert“, verlautbarte der Pressesprecher, Pierre-Alain Eltschinger.

    Ihm zufolge teilt die Schweiz alle Informationen mit ihren Partnerstaaten.

    „Gleichzeitig werden wir uns weiterhin um gute Beziehungen zu Russland bemühen“, sagte der Vertreter des Schweizer Außenministeriums.

    Zuvor hatte die schweizerische Zeitung „Tages-Anzeiger“ unter Berufung auf eine geheime Mitteilung des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) berichtet, es gebe in der Schweiz „Dutzende offizielle russische Vertreter, die Teil- und Vollzeit-Spione“ seien oder gewesen seien.

    Russlands Botschaft in Bern hatte die Medienberichte als haltlose und unbewiesene Vorwürfe, die für die Untergrabung russisch-schweizerischer Beziehungen sorgen würden, zurückgewiesen.

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    Tags:
    Diplomaten, Akkreditierung, Botschaft, Tages Anzeiger, Eidgenössisches Departement für Auswärtige Angelegenheiten EDA, NDB, Schweiz, Russland