03:43 17 Oktober 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (r.) und Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdogan in Sotschi

    Putin und Erdogan einigen sich auf „ernste Entscheidung“ zu Idlib

    © Sputnik / Sergej Guneew
    Politik
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    Russland und die Türkei haben vereinbart, dass zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition geschaffen werden soll. Die Zone wird 15 bis 20 Kilometer breit sein, teilte der russische Präsident Wladimir Putin mit.

    Der Präsident betonte, dass er und sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip Erdogan, während des Treffens in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi sich auf die Lage in der nordsyrischen Provinz Idlib konzentriert haben. Denn es gebe dort „große Terroristen-Gruppen und ihre Infrastrukturen“. Den Seiten sei es gelungen, „ernste“ und „abgestimmte Entscheidungen“ zu treffen und einen Fortschritt bei der Lösung des „akuten Problems“ zu erreichen.  

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    „Bei dem Treffen haben wir die Lage (in der Provinz Idlib – Anm. d. Red.) ausführlich betrachtet. Wir haben entschieden, eine 15 bis 20 Kilometer breite entmilitarisierte Zone an der Berührungslinie zwischen der bewaffneten Opposition und den syrischen Regierungstruppen zu schaffen. Radikal gestimmte Kämpfer, darunter auch ‚Dschebhat al-Nusra‘* müssen aus der Zone herausgeführt werden“, so Putin.

    Der türkische Staatschef äußerte seinerseits die Hoffnung auf eine politische Regelung der Situation im Land. Die am Montag getroffene Entscheidung soll vorteilhaft für Syrien sein.

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    „Es ist zweifellos zu wünschen, dass eine Verfassungsreform durchgeführt wird. Dann müssen Wahlen stattfinden und danach hätte das syrische Volk ein demokratisches Regime“.

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra“* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls die politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

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    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern die Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr der Flüchtlinge gewidmet.

    *Eine in Russland verbotene Terrororganisation

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    Tags:
    Entscheidung, Terror, Krise, Politiker, Krieg, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Russische Föderation, Idlib, Sotschi, Türkei, Syrien, Russland