04:07 19 Oktober 2018
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    Situation in Syrien, Idlib (Archivbild)

    Dadurch konnte Krieg in Idlib verhindert werden – iranischer Außenminister erläutert

    © REUTERS / Khalil Ashawi
    Politik
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    Dank den in den letzten Wochen durchgeführten Treffen und Verhandlungen wie dem russisch-türkischen Treffen in Sotschi hat der Krieg im syrischen Idlib verhindert werden können. Darüber schrieb der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Dienstag auf seinem Twitter-Account.

    „Die intensive, verantwortungsvolle Diplomatie der letzten paar Wochen, die während meiner Besuche in Ankara und Damaskus sowie während des Iran-Russland-Türkei-Gipfels und des Treffens in Sotschi betrieben wurde, konnte den Krieg in Idlib (…) verhindern“, schrieb der iranische Außenminister.

    „Die Diplomatie funktioniert“, fügte er hinzu.

    Am Montag hatten sich der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan bei ihrem Treffen in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi darauf geeinigt, im syrischen Idlib eine entmilitarisierte Zone einzurichten. Diese soll 15 bis 20 Kilometer breit sein und bis zum 15. Oktober an der Berührungslinie zwischen den syrischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition geschaffen werden. 

    Idlib ist die letzte syrische Provinz, die von Kämpfern der Terrorgruppe „Dschabhat an-Nusra“* und einer Reihe illegaler Gruppierungen kontrolliert wird. Die syrischen Regierungstruppen sind zu einer Militäroperation gegen die Terroristen bereit, falls die politische Regelung erfolglos bleiben sollte.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern die Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr der Flüchtlinge gewidmet.

    * Eine in Russland verbotene Terrororganisation

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    Tags:
    Krieg, Verhandlungen, Diplomatie, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Mohammad Javad Zarif, Türkei, Russland, Iran, Sotschi, Idlib, Syrien