18:48 23 Oktober 2018
SNA Radio
    Flugzeug (Symbolbild)

    Japanisches Meer: Unerkannter Aufklärungsjet gefährdet Zivilflüge an Russlands Grenze

    CC0
    Politik
    Zum Kurzlink
    53128

    Ein Aufklärungsflugzeug hat zivile Luftrouten über dem Japanischen Meer nahe der russischen Küste eigenmächtig durchflogen. Dadurch wurde ein Passagierjet von Air France gezwungen, seine Flughöhe dringend zu ändern. Dies meldet die fernöstliche Nachrichtenagentur „vladnews.ru“ am Dienstag.

    Beim Flugzeug handle es sich vermutlich um einen Nato-Aufklärungsjet, der zehn zivile Flugrouten überquert habe und somit Passagierflüge in der Region in Gefahr gebracht habe, hieß es im Artikel.

    Ein unbekanntes Flugzeug sei noch am vergangenen Montag nahe der russischen Küstenlinie über neutralem Gewässer des Japanischen Meeres gesichtet worden. Auf Anfragen der Fluglotsen habe es nicht reagiert. Doch das Signal vom Transpondercode habe gezeigt, dass die Maschine als Nato-Flugzeug registriert sei.

    Um Zusammenstöße zwischen Passagierflugzeugen und der unbekannten Maschine zu vermeiden, mussten die Fluglotsen unter anderem die Flughöhe eines Passagierjets der Air France ändern, der von Tokio nach Paris flog. Der Passagierjet sollte dringend 200 Meter tiefer fliegen. 

    Seit Ende August sind vermutliche Nato-Aufklärungsflugzeuge bereits mehrmals in die Flugkorridore für zivile Luftfahrt über dem Japanischen Meer nahe der russischen Grenze eingedrungen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    unerkannt, Gefahr, Zusammenstoß, Aufklärungsflugzeug, NATO, Air France, Russland, Japanisches Meer