00:07 18 Oktober 2018
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    Das Außenministerium in Moskau

    Moskau warnt Schweiz vor „Konfrontationsrhetorik“

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    Politik
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    Das russische Außenministerium hat am Dienstag den Schweizer Botschafter Yves Rossier einbestellt. Der Anlass waren Vorwürfe aus der Schweiz, dass „russische Agenten“ die Eidgenossenschaft „als ein Planungs- und Rückzugsort“ nutzen würden und sogar „illegale Aktionen gegen eine kritische Infrastruktur“ geplant hätten.

    In einer Pressemitteilung am Dienstag bezeichnete das russische Außenministerium diese Anschuldigungen als „haltlos“. „Von Rossier wurden Erklärungen gefordert“, hieß es.

    Das Außenamt warnte den Botschafter zudem, dass solche Konfrontationsrhetorik „den Beziehungen zwischen beiden Staaten, die sich im Großen und Ganzen konstruktiv entwickeln, schwer schaden“ könnte.

    Der Schweizer Tages-Anzeiger hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass „zwei Agenten aus Russland“ in den Niederlanden gefasst worden seien, weil sie angeblich das Labor Spiez auskundschaften wollten. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bestätigte laut der Zeitung, dass den Schweizer Behörden „der Fall der in Den Haag entdeckten und dann weggeschafften russischen Spione bekannt“ sei und dass „illegale Aktionen gegen eine kritische Schweizer Infrastruktur“ verhindert worden seien.

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    Spion, Spionage, Außenministerium, Schweiz, Russland