21:25 16 Oktober 2018
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    Israel verweigert immer mehr Russen die Einreise

    © Sputnik / Michail Wosskressenskij
    Politik
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    Russische Diplomaten beklagen, dass ihren Landsleuten immer öfter die Umsiedlung nach Israel verweigert wird.

    Es komme immer häufiger vor, dass israelische Behörden russischen Bürgern keine Aufenthaltserlaubnisse ausstellen, so ein Vertreter der russischen Botschaft in Tel Aviv gegenüber Sputnik.

    „Im Jahr 2017 gab es mehr als 1400 solcher Fälle, also mehrere am Tag. Wir stehen zu dieser Frage in ständigem Kontakt mit der israelischen Seite“, sagte der Sprecher.

    In diesem Jahr soll die Lage noch schlimmer aussehen: Nach Informationen der israelischen Zeitung „Haaretz“, die sich auf das Außenministerium des nahöstlichen Landes beruft, haben die israelischen Behörden im ersten Halbjahr 2018 etwa 2200 Russen die Umsiedlung verweigert.

    Laut dem Sprecher der russischen Botschaft hatte die israelische Seite den russischen Kollegen vor Kurzem ein ausführliches Schreiben mit der Begründung der negativen Bescheide geschickt.

    Die israelischen Behörden erklären diese Tendenz mit der steigenden Zahl russischer Bürger, die in Israel politisches Asyl beantragen. Man gehe aber davon aus, dass die Asylbewerber dies aus wirtschaftlichen und nicht aus politischen Gründen tun.

    Nach Angaben des israelischen Innenministeriums haben im Zeitraum vom Januar bis zum Juni 2018 1344 Russen politisches Asyl in Israel beantragt – im Vorjahr seien es noch 635 gewesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 habe es lediglich 14 Asylanträge seitens russischer Bürger gegeben, und im Jahr 2014 keinen einzigen.

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    Tags:
    Asylanträge, Einreise, Diplomaten, Umsiedlung, Visa, Verweigerung, Visaaufhebung, Israel, Russland