03:11 17 Dezember 2018
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    Arznei und Ausstattung aus ausländischer Produktion: So wurden IS-Kämpfer versorgt

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    Syrische IS-Kämpfer haben in der Ortschaft El Burejka, in der kürzlich befreiten Provinz al-Quneitra, ein Krankenhaus zurückgelassen, das mit moderner Einrichtung und Medikamenten aus ausländischer Produktion ausgestattet ist.

    „Sehen Sie, hier gibt es jede Menge ausländischer Arzneimittel – aus Israel, den USA sowie aus Frankreich. Für die einfachen Syrer ist das alles unzugänglich“, so der Arzt Fanitah Diran gegenüber Journalisten. Dabei hat er bei der Besichtigung der Apotheke der ehemaligen Klinik auf eine Tablettenpackung mit der Aufschrift in Hebräisch hingewiesen. 

    Die Einrichtung mit all ihrer Ausstattung und ihren Medikamenten ist den Einheimischen übergeben worden.  

    Das Krankenhaus verfüge über Antibiotika, Schmerzmittel, Impfstoffe und andere Medikamente. Es seien auch neue chirurgische Instrumente sowie Ultraschallgeräte vorhanden, es gebe sogar eine moderne OP-Station. In den Krankenzimmern gebe es gepolsterte Liegen, das Gebäude werde mittels Zentralheizung beheizt. All das sei für IS-Kämpfer und ihre Familienmitglieder gedacht gewesen, die gegen die Regierung Syriens gekämpft hätten.

    „In diesem Eigenheim wohnte der Chefarzt des städtischen Krankenhauses. Die IS-Kämpfer vertrieben ihn aus dem Haus, brachten die gesamte medizinische Ausrüstung hierher und wechselten sie später aus. Die Sponsoren aus dem Ausland, und zwar Israel, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei, haben sie mit Arzneimitteln, Ausrüstung und den erforderlichen Instrumenten beliefert“, sagte Diran.

    Hssen Banua, ein Einheimischer, zeigte den Journalisten ein von den IS-Kämpfern zurückgelassenes Intensivmobil mit englischem Kennzeichen und dem Lenkrad auf der rechten Seite. „Als wir vorbeifuhren, wurden wir auf dieses Auto aufmerksam: leuchtendes Gelb. Die Kämpfer ließen es hier zurück, sie versuchten nicht einmal, es mitzunehmen. Ich kann nicht behaupten, dass sie damit die Verwundeten abtransportierten, jedoch bleibt die Tatsache: mit Transportmöglichkeiten waren sie versorgt“, teilte er mit.

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    Im April hatten die syrischen Behörden die bei den Terroristen beschlagnahmten Waffen vorgeführt, von denen die meisten in den Nato-Ländern hergestellt worden waren. Damals war auch eine einstige Untergrundbasis der IS-Kämpfer gezeigt worden, wo ein Lazarett der Islamisten untergebracht worden war, sowie die Zellen, in denen sie Zivilisten als Geiseln festhielten. Die im Lazarett vorhandenen Medikamente und dessen Ausstattung waren gemäß der Beschriftung in den USA und in Europa hergestellt worden.

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    Tags:
    Schmerzmittel, Auto, Ausland, Krankenhaus, Türkei, Saudi-Arabien, Syrien