14:52 17 Oktober 2018
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    Ruslan Boschirow und Alexander Petrow während des Interviews mit der RT-Chefin Margarita Simonjan

    „Skripal-Vergifter“ GRU-Agenten? Minister entdeckt Fehler in Recherche

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    Der Datenbank der russischen Migrationsbehörde FMS ist nicht zu entnehmen, ob jemand beim Geheimdienst tätig ist. Mit diesen Worten widersprach der russische Vize-Innenminister Igor Subow der Behauptung der britischen Internetplattform Bellingcat, die zum Giftanschlag auf Sergej und Julia Skripal in Großbritannien recherchiert.

    Bei einer Analyse der geleakten Reisepässe aus der FMS-Datenbank will Bellingcat festgestellt haben, dass die Russen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow, die nach Darstellung der britischen Behörden  die Skripals vergiftet haben sollen, Agenten des russischen Militärnachrichtendienstes GRU sind.

    „Beginnen wir damit, dass die Verwaltung des Föderalen Migrationsdienstes keine Abteilungen hat, die der GRU oder irgendjemand anderem unterstellt sind“, so Subow. Er betonte, dass der Datenbank der Migrationsbehörde „nichts dergleichen zu entnehmen ist“.

    Giftanschlag auf die Skripals

    Der frühere russisch-britische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia, die am 4. März unweit des geheimen Militärlabors Porton Down bewusstlos aufgefunden wurden, waren nach Darstellung der britischen Regierung mit dem tödlichen Giftstoff A234, im Westen unter dem russischen Namen Nowitschok bekannt, vergiftet worden. Ihre schnelle Genesung halten Experten jedoch für überraschend.

    Putin appelliert an mutmaßliche Skripal-Attentäter: „Meldet Euch!“
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    Die britische Regierung machte umgehend Russland für das mutmaßliche Attentat verantwortlich. Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Aufklärung. Die britische Premierministerin Theresa May ließ 23 russische Diplomaten auweisen. Aus „Solidarität“ mit London wiesen auch die USA, Deutschland und viele weitere EU-Staaten Dutzenden russischen Diplomaten die Tür.

    Als Reaktion wies auch Moskau westliche Diplomaten aus, erklärte sich dabei aber wiederholt bereit, bei den Ermittlungen zu helfen. Die britischen Behörden winkten ab. Der damalige Außenminister Boris Johnson versprach im März, „verblüffende Beweise“ gegen Russland zu präsentieren, tat das bis zu seinem Rücktriff im Juli aber nicht. Das mit der Untersuchung beauftragte britische Militärlabor Porton Down teilte im April mit, dass eine russische Herkunft des Nervengifts nicht nachweisbar sei.

    Anfang September hat die britische Polizei Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Bei ihnen soll es sich um Mitarbeiter des russischen Militär-Nachrichtendienstes GRU  handeln. Am 5. September hat die britische Staatsanwaltschaft gegen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow Anklage erhoben.

    Die beiden haben später in einem Interview mit der Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan, erzählt, dass sie Großbritannien als Touristen besucht und mit Geheimdiensten nichts zu tun hätten.

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    Tags:
    Doppelagent, Geheimdienst, Nervengift, Nervengiftanschlag, Nowitschok, Stoff A234, GRU, Ruslan Boschirow, Alexander Petrow, Julia Skripal, Oleg Skripotschka, Salisbury, Großbritannien, Russland