04:57 19 Oktober 2018
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    Tu-214OS (Open Sky)

    „Open Skies“: USA heben Überflug-Verbot für russischen Jet mit High-Tech-Kamera auf

    © Foto : Bild von OAO "Konzern Wega"
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    Die USA haben die russische Tu-214 zu Kontrollflügen im Rahmen des „Open Skies“-Vertrags doch zugelassen. Zuvor hatte Washington die Überwachungsflüge verboten, weil Russland dabei sein neuestes Überwachungsflugzeug einsetzen wollte.

    „Am Montag, dem 18. September, haben die USA allen Mitgliedsstaaten via offizielle Vertragsmechanismen mitgeteilt, dass sie die Zertifizierung der russischen Flugzeuge genehmigen werden“, sagte der Sprecher des US-Außenamtes. „Wir planen, den Bericht über die Zertifizierung am Rande der Plenarsitzung der Konsultativkommission zum ‚Offenen Himmel‘ am Montag, dem 24 September, in Wien zu unterzeichnen.“

    In der vergangenen Woche hatten die USA die Zulassung des neuen russischen Flugzeugs Tu-214ON zu den Überwachungsflügen im Rahmen des Vertrags „Open Skies“ ohne Angabe der Gründe verweigert und damit gegen den Vertrag verstoßen. Das, obwohl Russland den neuen „Open Skies“-Jet vom Typ TU-214ON nach eigenen Angaben von internationalen Experten hatte besichtigen lassen.

    Im Rahmen der Realisierung des Vertrags „Offener Himmel“ hat Russland vom 2. bis 11. September die internationale Begutachtung eines neuen Typs des russischen Überwachungsflugzeugs Tu-214ON mit Digitalkamera OSDCAM4060 aus eigener Produktion veranstaltet. Insgesamt haben sich an dieser Begutachtung 72 Experten aus 23 Teilnehmerstaaten des Vertrags beteiligt, welche die volle Übereinstimmung des Überwachungsflugzeugs Tu-214ON mit den im Vertrag fixierten Forderungen und Einschränkungen bestätigt haben.

    Im Laufe von zehn Tagen wurden für ausländische Fachleute auf dem Luftstützpunkt Kubinka (Russland) Präsentationen des Überwachungsflugzeugs am Boden und seiner Ausrüstung an Bord, Treffen mit den Flugzeugkonstrukteuren und Entwicklungsingenieuren der Überwachungsapparatur durchgeführt.

    Zuvor hatte der US-Präsident Donald Trump den Verteidigungsetat des Landes für das Finanzjahr 2019 unterschrieben, der die Finanzierung einer Reihe von Arbeiten zur Ausführung des Vertrags „Offener Himmel“ einschränkt. Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow nannte dies einen „Weg zur weiteren Intoxikation der internationalen Beziehungen durch einseitige Verhaltensweisen“.

    Der Vertrag über den „Offenen Himmel“ (OH-Vertrag; auch „Open Skies“) wurde 1992 unterzeichnet und gilt als eine vertrauensbildende Maßnahme in Europa nach dem Kalten Krieg. Er ist seit dem Jahr 2002 in Kraft und ermöglicht es den Teilnehmerländern, offen Informationen über Streitkräfte und Veranstaltungen von einander zu sammeln. Dem Vertrag gehören die Mehrheit der Nato-Länder, Russland, Weißrussland, die Ukraine, Georgien, Bosnien und Herzegowina und die neutralen Länder Schweden und Finnland an.

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    Tags:
    genehmigen, Tu-214ON, Zertifizierung, Open Skies (Offener Himmel), Überwachungsflug, Luftstützpunkt Kubinka, US-Außenministerium, Donald Trump, Sergej Rjabkow, Bosnien-Herzegowina, Schweden, Georgien, Weißrussland, Finnland, USA, Russland, Ukraine