06:32 12 Dezember 2018
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    Russisches Aufklärungsflugzeug Il-20 (Archivbild)

    Versagte die Freund-Feind-Erkennung bei Il-20-Abschuss? Moskau klärt auf

    CC BY-SA 2.0 / Dmitry Terekhov / Eine Il-20 in Kubinka
    Politik
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    Das Verteidigungsministerium in Moskau hat die Version der jüngsten Tragödie in Latakia, wonach die russische Il-20 wegen eines Versagens des Freund-Feind-Erkennungssystems abgeschossen wurde, als falsch zurückgewiesen. Die Behörde bezeichnete derartige Meldungen als „dilettantische Fantasien“.

    „Alle Überlegungen von den Pseudo-Experten, die die Ursachen des Absturzes des Flugzeugs Il-20 auf ein angebliches Versagen des ‚Freund-Feind‘-Systems zurückführen, sind einfach dilettantische Fantasien“, so der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

    Das System der staatlichen Erkennung „Freund-Feind“ sei bei jedem einzelnen Land streng individuell, und es werde niemals in den Waffenmodellen und Kriegsgeräten installiert, die exportiert würden, so Konaschenkow.

    „Das in der Russischen Föderation genutzte System der staatlichen Erkennung ˏFreund-Feindˊ vereinigt nur die Flugtechnik und Luftabwehrsysteme, die Russland gehören. Es hat nie Präzedenzfälle zur Übergabe eines solchen Systems samt den russischen Erkennungscodes an einen anderen Staat gegeben, und es kann sie grundsätzlich nicht geben“, betonte er weiter.   

    Das Verteidigungsministerium Russlands hat am 18. September erklärt, dass die Il-20 von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden sei. Dies sei geschehen, weil sich die Piloten der israelischen Luftstreitkräfte hinter dem russischen Flugzeug versteckt hätten.   

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    Tags:
    Flugzeug, Il-20, Igor Konaschenkow, Russische Föderation