05:32 19 Oktober 2018
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    UN-Hauptquartier in New York (Archivbild)

    Wegen Fall Skripal: New York bereitet sich auf Giftgasangriffe vor

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
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    Nach der Vergiftung des Ex-Mitarbeiters der russischen Militäraufklärung GRU Sergej Skripal und seiner Tochter Julia im britischen Salisbury bereiten sich die Behörden von New York darauf vor, möglichen Angriffen auf Russland-Kritiker vorzubeugen. Dies berichtet der TV-Sender NBC New York.

    Laut dem stellvertretenden Chef der Abteilung für Terrorismusbekämpfung der New Yorker Polizei, John Miller, bemühen sich die städtische Polizei und das FBI darum, diejenige Menschen zu identifizieren und zu schützen, die potentiell Opfer von Giftanschlägen werden können. New Yorker Polizisten würden in dieser Frage mit Großbritannien zusammenwirken.

    Es gebe im Übrigen momentan keine bestimmte Bedrohung, so der TV-Sender. Die Behörden sollten lediglich vor dem Hintergrund des Falls Skripal Sicherheitsvorkehrungen treffen. Auch die 73. Sitzung der UN-Generalversammlung, die am 18. September in New York eröffnet wurde, trug zur Stärkung der Sicherheit in der Stadt bei.

    Am 4. März waren im britischen Salisbury Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, und seine Tochter Julia vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal provoziert hatte. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Moskau dementiert das kategorisch.

    Am 5. September hatte die britische Staatsanwaltschaft gegen zwei russische Bürger Anklage erhoben. Unter anderem geht es um den Giftanschlag auf die Skripals sowie auf den britischen Polizisten Nick Bailey. Die Premierministerin Großbritanniens Theresa May behauptet, die Verdächtigten seien Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU.

    Das russische Außenministerium hatte diese Anschuldigungen kommentiert, indem es erklärte, dass die veröffentlichten Namen und Fotos von den Verdächtigten Russland nichts sagen würden. Darüber hinaus war erklärt worden, dass die Untersuchung solcher ernsthaften Verbrechen eine sorgfältige Analyse und enge Kooperation der Sicherheitsbehörden beider Staaten erfordern würden. Die Staatsanwaltschaft Russlands beabsichtige, in diesem Fall mit der britischen Strafverfolgung zusammenzuarbeiten und rechne damit, dass Russland die Beweise für die mögliche Beteiligung der russischen Bürger bekommen werde.

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    Tags:
    Sicherheit, Giftgasangriff, Polizei, Sergej Skripal, New York