18:02 16 Oktober 2018
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    Asowsches Meer (Archivbild)

    EU-Parlament besorgt über Situation im Asowschen Meer

    © Sputnik / Anton Denissow
    Politik
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    Das Europäische Parlament hat seine Besorgnis über eine Zuspitzung der Sicherheitslage in der Ostukraine und über eine angebliche Stärkung der russischen Militärpräsenz im Asowschen Meer geäußert. Ein entsprechendes Dokument wurde laut dem TV-Sender RT nach der 8. Sitzung des Parlamentsausschusses für die Assoziation Ukraine-EU veröffentlicht.

    Wie es heißt, sei die EU äußerst besorgt über eine angebliche Stärkung der russischen Militärpräsenz im Asowschen Meer sowie über die Blockierung des Transits von Schiffen nach dem Bau der Krim-Brücke.  

    Gemäß einem russisch-ukrainischen Vertrag über Zusammenarbeit bei der Nutzung des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch gehören die beiden Gewässer historisch zu den Binnengewässern beider Länder. Das Asowsche Meer wird in Übereinstimmung mit dem Abkommen durch die Linie der Staatsgrenze getrennt.

    Die Regelung der Fragen in Bezug auf die Gewässer der Straße von Kertsch soll auf Vereinbarung beider Seiten erfolgen. 

    Zuvor wurde mitgeteilt, Kiew wolle das Abkommen über das Asowsche Meer kündigen.

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte in einem Interview gegenüber der Zeitung „The Washington Post“ gesagt, Russland wolle das Asowsche Meer „okkupieren“ und blockiere zu diesem Zweck ukrainische Schiffe.

    Kiew wirft Moskau vor, Schiffe beim Anlaufen der ukrainischen Häfen über die Straße von Kertsch zu blockieren. Die Schiffe würden lange Zeit liegen bleiben, während ihre Besitzer Verluste erleiden würden, hieß es. Das Grenzschutz-Departement des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in der Republik Krim gab in diesem Zusammenhang bekannt, die Kontrollen der ausländischen Schiffe würden im Einklang mit dem Internationalen Seerecht erfolgen. Die Reeder sollen keine Kritik geübt oder Ansprüche erhoben haben.

    Die Verkehrsverbindung zwischen der südrussischen Region Krasnodar und der Halbinsel Krim über die Überführung war vorfristig – ein halbes Jahr früher als geplant – fertiggestellt worden. Am 15. Mai hatte der russische Präsident Wladimir Putin den Verkehr über die Krim-Brücke eröffnet und die Brücke auch selbst persönlich überquert. Am 16. Mai wurde der offizielle Autoverkehr in beide Richtungen aufgenommen.

     

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    Tags:
    Krim-Brücke, The Washington Post, EU-Parlament, Petro Poroschenko, Wladimir Putin, Asowsches Meer, Russland, Ukraine