04:11 19 Oktober 2018
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    WikiLeaks-Betreiber Julian Assange (Archivbild)

    Russland dementiert: Keine Fluchtpläne für Assange

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    Politik
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    Die russische Botschaft in Großbritannien hat die Mutmaßungen der britischen Zeitung „The Guardian“ zurückgewiesen, dass die russischen Diplomaten 2017 angeblich geplant hätten, dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange bei der Flucht in ein anderes Land zu helfen.

    „Ein weiteres Beispiel für Desinformation und Fake News von den britischen Medien“, heißt es in der Mitteilung der Botschaft auf Twitter.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Guardian“ unter Verweis auf unbenannte Quellen einen Artikel veröffentlicht, in dem behauptet wird, russische Diplomaten wären im vorigen Jahr an geheimen Verhandlungen mit Assange nahe stehenden Menschen beteiligt gewesen und hätten mit ihnen die Möglichkeit besprochen, dem Gründer von WikiLeaks zu helfen, aus der Botschaft von Ecuador in London zu fliehen.

    Laut dem Blatt soll ein Plan für eine Operation in der Vorweihnachtszeit 2017 vorbereitet worden sein: Assange sollte mit einem Diplomaten-Wagen aus der Botschaft in ein anderes Land gebracht werden. Die Quellen erklärten, dass Russland der Endpunkt hätte sein können. Zudem sei eine Möglichkeit erwägt worden, dass Assange mit einem Schiff nach Ecuador fahre. Letztendlich sei aber auf den Plan verzichtet worden, weil er für zu riskant gehalten wurde, so „The Guardian“.

    Den Informationsquellen der Zeitung zufolge hatte die Kontakte mit Moskau Fidel Narváez, ein Vertrauensmann von Assange, geführt, der zuvor als Konsul in der Botschaft von Ecuador in London fungierte. In einem Interview mit der Zeitung hatte Fidel Narváez die Behauptungen zurückgewiesen, mit Russland Verhandlungen geführt zu haben.

    Im Juli hatte der Präsident von Ecuador, Lenin Moreno, in einem Interview mit der spanischen Zeitung „El Pais“ geäußert, dass er einen Ausweg aus der Situation um Assange „ohne Probleme für sein Land“ finden wolle, weshalb Konsultationen mit den britischen Behörden und Vertretern des WikiLeaks-Gründers geführt würden. Der Außenminister von Ecuador, José Valencia, hatte seinerseits in einem Interview mit dem spanischen Blatt „ABC“ erklärt, dass es notwendig sei, die Situation um Assange zu regeln, da er sich nicht ewig in einer Zuflucht befinden könne.

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    Tags:
    Fluchtpläne, Zuflucht, dementieren, Zeitung ABC, ecuadorianische Botschaft in London, Russische Botschaft in London, The Guardian, WikiLeaks, Fidel Narváez, José Valencia, Lenin Moreno, Julian Assange, Ecuador, London, Russland