18:43 15 Oktober 2018
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    Hungarian Foreign Minister Peter Szijjarto

    EU-Sanktionen gegen Russland: Ungarn macht sich gegen automatische Verlängerung stark

    © AP Photo / Ivan Sekretarev
    Politik
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    Die Europäische Union soll die antirussischen Sanktionen nicht automatisch verlängern, sondern sie ausführlich analysieren. Diese Meinung äußerte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in einem Interview mit RT.

    „Wir haben die Notwendigkeit eines Dialogs, einer ehrlichen und direkten Diskussion über die Erfolge und Misserfolge der Sanktionspolitik verdeutlicht. Betrachten wir die Tatsachen – ob sie der europäischen Wirtschaft geholfen hat, ob sie die russische Wirtschaft unterstützt oder zu ihrem Niedergang beigetragen hat, ob sie die Erfüllung der Minsker Abkommen erleichtert hat, und so weiter…Erst nachdem wir ehrliche Antworten auf ehrliche Fragen gegeben haben, sollen wir über unsere Zukunft entscheiden“, erläuterte Szijjarto.

    Der ungarische Außenminister erwähnte gegenüber RT, dass die Regierung Italiens ebenfalls eine unbesprochene Erneuerung der Sanktionen gegen Russland ablehne.

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    „Auch die derzeitige italienische Regierung vertritt offenbar diese Auffassung – man muss keine automatische Verlängerung, sondern einen Dialog haben. Und da sie ein starkes und großes G7-Land sind, wird es für die kleineren EU-Mitgliedstaaten viel einfacher sein, diese Position zusammen mit einem großen Staat zu vertreten“, so Szijjarto.

    Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem ungarischen Premier Viktor Orban
    © Sputnik / Vitaly Beloussov
    Am 18. September hatten der russische Präsident, Wladimir Putin, und der ungarische Premierminister, Viktor Orban, in Moskau Gespräche abgehalten.

    Zuvor hatte der italienische Premierminister, Giuseppe Conte, verlautbart, dass die Verlängerung der europäischen Strafmaßnahmen gegen Russland nicht automatisch geschehen sollte. Zudem wies er darauf hin, dass Italien an einer Aufhebung der Sanktionen gegen Russland arbeiten werde. Jedoch werde dies nicht kurzfristig geschehen.

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    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich wegen der dramatischen Situation in der Ukraine verschlechtert. Die westlichen Länder verhängten etliche Strafmaßnahmen gegen Russland, woraufhin Moskau Gegenmaßnahmen einleitete und erklärte, dass die Sanktionssprache kontraproduktiv sei.

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