12:10 15 Oktober 2018
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    Ukrainische Schiffe nahe der Krim

    Deshalb haben sich ukrainische Kriegsschiffe der Krim angenähert – Medien

    © Foto : Pressedienst der Grenzverwaltung des FSB
    Politik
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    Ukrainische Medien haben den Grund für die Verlegung von zwei Schiffen der Seestreitkräfte der Ukraine in das Asowsche Meer offenbart.

    Laut Medienberichten haben zwei ukrainische Kriegsschiffe Kurs auf die Stadt Berdjansk genommen. Sie sollen zu dem neu zu schaffenden Militärstützpunkt der Ukraine an der Küste des Asowschen Meeres gehören.       

    Das Führungsschiff „Donbass“ sowie der Schlepper „Korez“ sind am Donnerstag, dem 20. September, aus der Westlichen Marinebasis in Odessa ausgelaufen, heißt es in den Medien

    Die Schiffe sollen aus dem Schwarzen ins Asowsche Meer durch die Straße von Kertsch einfahren.

    Der russische Geheimdienst FSB teilte mit, die Schiffe seien in die ausschließliche Wirtschaftszone Russlands vor der Krim eingedrungen, deshalb würden sie in Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht und im Interesse der Sicherheit Russlands von Schiffen der russischen Küstenwache begleitet.   

    Lage im Asowschen Meer

    Zuvor hatte die Regierung in Kiew Pläne angekündigt, an der Küste des Asowschen Meeres eine Basis der Marinestreitkräfte zu errichten und zwei Panzerbeiboote dorthin zu verlegen. Der Rat für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine (SNBO) hatte auch angeordnet, die Militärpräsenz im Asowschen Meer zu verstärken und die Einheiten der Küstenabwehr mit Raketenwaffen zu versorgen. Der Oberbefehlshaber des ukrainischen Heeres, Generaloberst Sergej Popko, kündigte seinerseits die Vergrößerung der Armeeabteilung an, die entlang der Küste des Asowschen Meeres stationiert ist.

    Mehr zum Thema: Ukraine verlegt Truppen ans Asowsche Meer

    Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hatte erklärt, die Ukraine habe einen „Geheimplan“ zur Lösung des Problems des Asowschen Meeres. Dem Minister zufolge hatten die ukrainischen Behörden die vorhandenen Optionen bereits mit Freunden und Partnern der Ukraine besprochen. Darüber hinaus hatte er versprochen, den russisch-ukrainischen Vertrag über Zusammenarbeit bei der Nutzung des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch zu überprüfen. Klimkin hatte auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Präsenz der Ukraine im Asowschen Meer auszubauen. Ein Erfolg in der Situation um das Asowsche Meer könne nur dank Handlungen gleichzeitig auf allen Ebenen erzielt werden, so der ukrainische Chefdiplomat.  

    Dem russischen Politologen Michail Nenaschew zufolge könnte Kiew ebenso gut Pläne für den Bau einer militärischen Weltraumbasis auf dem Mars schmieden. Die Ukraine verfüge nicht über die notwendigen Spezialisten, die im Stande seien, Großschiffe und Kaianlagen zu bauen. Der Experte verwies zudem darauf, das Asowsche Meer sei flach und eher für die Fischerei und den Tourismus, als für den Bau von Marinestützpunkten geeignet.

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    Tags:
    Problem, Marinebasis, Militärpräsenz, Kriegsschiffe, FSB, Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine (SNBO), Pawel Klimkin, Straße von Kertsch, Schwarzes Meer, Asowsches Meer, Odessa, Krim, Kiew, Russland, Ukraine