13:17 17 Oktober 2018
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    Die Kämpfer der Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird, während einer Offensive in Syrien (Archivbild)

    Russland förderte Abzug pro-iranischer Milizen von dem Golan

    © AP Photo / Bilal Hussein
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    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konachenkow hat bei einem Briefing Moskaus Aktivitäten genannt, durch die es Tel Aviv entgegengekommen war. Der Abschuss der russischen Maschine vom Typ Il-20 könnte diese Initiativen in Frage stellen.

    Laut Konaschenkow hatte Israel Russland gebeten, die Situation in den an die Golanhöhen grenzenden Gebieten zu regeln und die Verhinderung von Raketenschlägen durch proiranische Milizen zu unterstützen.

    „Russland hielt Konsultationen mit dem Iran ab, bei denen Teheran mitteilte, es halte eine Eskalation der Lage in dieser Region für nicht richtig und habe keine Angriffspläne gegen Israel", erläuterte Konaschenkow. Alle proiranischen Einheiten mit schweren Waffen seien unter Beistand russischer Soldaten an einen mehr als 140 Kilometer östlich von der israelisch-syrischen Grenze gelegenen Ort verlegt worden. Insgesamt seien 1050 Kämpfer, 24 Raketenwerfer, darunter auch mit operativ-taktischen Raketen, sowie 145 andere schwere Waffen befördert worden.

    Zudem habe Russland mehrmals Besorgnisse Israels über eine mögliche Übergabe der aus Russland nach Syrien gelieferten sogenannten „sensitiven" Militärtechnik an eine Drittseite zerstreut. Die israelische Seite habe den russischen Militärs dafür gedankt und die Bedeutung dieser Arbeit mehrmals betont, hieß es.

    Außerdem habe das russische Verteidigungsministerium bei der Erhaltung der jüdischen Heiligtümer in Aleppo sowie Suche nach sterblichen Überresten israelischer Soldaten in Syrien geholfen. Nachdem das russische Militär Sucharbeiten mit syrischen Partnern vereinbart habe, sei es in einer von der Terrormiliz „Islamischer Staat" kontrollierten Teilregion zu einem Sondereinsatz gekommen. 

    Dabei hätten IS-Terrorkämpfer überraschend russische Soldaten angegriffen. Ein Soldat einer russischen Spezialeinsatzeinheit sei verletzt worden.
    Vor dem Il-20-Absturz am 17. September habe sich Moskau noch bereit gezeigt, die Suchaktivitäten weiterzuführen, betonte Konaschenkow:

    „Russland war bereit, diese Arbeit fortzusetzen. Vor diesem Hintergrund gehen die Handlungen der israelischen Luftwaffe hinsichtlich des russischen Flugzeugs Il-20 weit über das Maß eines zivilisierten Aufbaus von Beziehungen hinaus", resümierte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

    Der russische Seefernaufklärer Il-20 war am Montagabend durch eine syrische Abwehrrakete versehentlich getroffen worden und ist abgestürzt. Alle Insassen kamen dabei ums Leben. Das russische Militär machte Israel verantwortlich, dessen Kampfjets zu diesem Zeitpunkt Syrien angegriffen hatten und sich dabei hinter dem russischen Flugzeug „versteckt" haben sollen.

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    Tags:
    Absturz, Abschuss, Il-20, Igor Konaschenkow, Golanhöhen, Syrien, Israel, Russland