19:32 15 Oktober 2018
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    Russlands Aufklärungsflugzeug Il-20 (Archiv)

    Russland warnt vor Fehlinterpretation und Leugnung von Angaben zu Il-20-Abschuss

    © REUTERS / Sergey Pivovarov
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    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat vor Versuchen gewarnt, die auf dem offiziellen Briefing des Ministeriums veröffentlichten Angaben über den Il-20-Abschuss fehlzuinterpretieren und zu leugnen.

    Russland verfüge auch über andere unwiderlegbare Beweise, die die auf dem Briefing vorgestellten Angaben bestätigen würden, so Konaschenkow.    

    „Der auf dem Briefing vorgestellte chronologische Ablauf der Tragödie mit der Il-20 und der Handlungen der israelischen Luftwaffe basiert auf den Daten einer objektiven Kontrolle der Situation in der Luft durch verschiedene Radaranlagen in Syrien“, sagte der Generalmajor.

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    Dabei seien auch die Daten berücksichtigt worden, die die israelische Seite dem russischen Verteidigungsamt übergeben habe. 

    „Ich möchte auch diejenigen darauf aufmerksam machen, die versuchen sollten, die veröffentlichten Informationen fehlzuinterpretieren oder zu leugnen. Das russische Verteidigungsministerium verfügt auch über andere unwiderlegbare Beweise zu der Tragödie am 17. September, die die auf dem Briefing vorgestellten Angaben bestätigen“, so Konaschenkow.

    Am 17. September war ein russisches Aufklärungsflugzeug des Typs Il-20 bei einem Flug in der Nähe des russischen Luftstützpunktes Hmeimim in Syrien abgeschossen worden. Zur gleichen Zeit attackierten vier israelische Jets F-16 syrische Objekte in Latakia. Dabei hatte Israel den Angriff nach Angaben des russischen Verteidigungsamtes erst eine Minute vor dem Beginn des Angriffs angekündigt, führte Moskau irre über die Region des Schlages und teilte die Positionsangaben der Flugzeuge nicht mit.

    Laut dem russischen Ministerium benutzten die israelischen Piloten die russische Il-20 als Deckung und setzten sie dem Schlag des syrischen Luftabwehrsystems S-200 aus, welches sie um 22:03 Uhr traf. 15 russische Offiziere kamen dabei ums Leben.

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    Moskau machte daraufhin die israelische Luftwaffe und diejenigen, die die Entscheidung über den Luftschlag getroffen hatten, für die Tragödie völlig verantwortlich. Laut dem russischen Verteidigungsministerium benachrichtigte die russische Seite Israel um 22:39 Uhr über das Geschehene und bat, die F-16 aus dem Katastrophengebiet zu entfernen. Diese blieben jedoch bis 22:40 Uhr, folgt aus den Angaben der Radare. Erst um 22:53 Uhr, also 50 Minuten nach der Tragödie, verkündete die israelische Seite, dass ihre Flugzeuge das Gebiet verlassen hätten.

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    Abschuss, Angaben, Tragödie, Daten, Briefing, Il-20, F-16, Igor Konaschenkow, Israel, Syrien, Russland