13:45 17 Oktober 2018
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    Raketenkomplexe S-300 während (Archivbild)

    „Gegen arrogantes Verhalten“ – Syrischer Botschafter zu S-300-Lieferung an Damaskus

    © Sputnik / Pawel Lisitzyn
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    Der syrische Botschafter in Moskau Riad Haddad hat die angekündigte Lieferung des russischen S-300-Flugabwehrraketensystem an Syrien gelobt und erklärt, warum Damaskus das moderne Raketensystem braucht.

    „Lassen Sie mich zuerst mein Beileid zum Tod der russischen Offiziere bei dem Absturz des Flugzeugs IL-20 äußern, die sich infolge des israelischen arroganten Verhaltens und seiner Aggressionen auf das syrische Land aufgeopfert haben“, sagte der Botschafter gegenüber Sputnik. „Dies bestätigt den Staatsterrorismus des Staates Israel. Nachdem dieser zuvor alle Arten logistischer und militärischer Hilfe für terroristische Gruppen geleistet hatte, damit sie in Syrien nicht besiegt würden“, so Haddad.

    Laut dem Botschafter „hat Syrien das Recht, sein Territorium und sich selbst zu verteidigen und alle Mittel dafür zu nutzen, um auf diese aggressiven Handlungen zu reagieren“. „Daher ist es wichtig, S-300 von unseren russischen Freunden zu erhalten, um einen Strich unter diese feindliche Aktionen Israels zu ziehen“, betonte Haddad.

    Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, erklärt, Russland werde als Antwort auf den Il-20-Abschuss in den nächsten zwei Wochen ein modernes S-300-Flugabwehrraketensystem an Syrien liefern.

    Il-20-Abschuss

    Am 17. September war ein russisches Aufklärungsflugzeug des Typs Il-20 bei einem Flug in der Nähe des russischen Luftstützpunktes Hmeimim in Syrien abgeschossen worden. Zur gleichen Zeit attackierten vier israelische Jets F-16 syrische Objekte in Latakia. Dabei hatte Israel den Angriff nach Angaben des russischen Verteidigungsamtes erst eine Minute vor dem Beginn des Angriffs angekündigt, führte Moskau irre über die Region des Schlages und teilte die Positionsangaben der Flugzeuge nicht mit. Laut dem russischen Ministerium benutzten die israelischen Piloten die russische Il-20 als Deckung und setzten sie dem Schlag des syrischen Luftabwehrsystems S-200 aus, welches sie um 22:03 Uhr traf. 15 russische Offiziere kamen dabei ums Leben. Moskau machte daraufhin die israelische Luftwaffe und diejenigen, die die Entscheidung über den Luftschlag getroffen hatten, für die Tragödie völlig verantwortlich.

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    Lieferung, Verhalten, Botschafter, S-300, Riad Haddad, Israel, Syrien, Russland