00:24 12 Dezember 2018
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    US-Außenminister Mike Pompeo (in d. M), der Berater für Nationale Sicherheit des US-Präsidenten Donald Trump, John R. Bolton (l.), und die Uno-Botschafterin der USA, Nikki Haley (.r.)

    Reaktion auf russische S-300-Lieferung an Syrien: USA sprechen von Eskalation

    © AFP 2018 / Nicholas Kamm
    Politik
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    John R. Bolton, der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, hat auf einer Pressekonferenz in New York die amerikanische Sicht auf die Lieferung der S-300-Raketenabwehrsysteme an Syrien durch Moskau geäußert und dabei von einer „erheblichen Eskalation” gesprochen.

    Laut Bolton werden die Lieferungen der russischen S-300-Raketenabwehrsysteme an Syrien eine „erhebliche Eskalation” bedeuten.

    Er sprach dabei von einem „Fehler”, den Moskau dadurch begehe, und äußerte die Hoffnung, dass Russland seine Entscheidung noch ändern werde.

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    Der Außenminister der Vereinigten Staaten, Mike Pompeo, stimmte dieser Sicht zu und erklärte, dass die Vereinigten Staaten diese Lieferungen mit Russland in der Uno besprechen wollen.

    „Wir werden mit den Russen über verschiedene Themen sprechen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihre letzte Entscheidung über die S-300 unter diesen Themen sein wird”, sagte Pompeo auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bolton in New York.

    Hierfür hoffe er auch auf ein Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

    Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der russischen Soldaten in Syrien angekündigt. Darunter sei auch die Übergabe eines Flugabwehrraketensystems vom Typ S-300 an Syrien, die innerhalb von zwei Wochen erfolgen soll. 2013 habe Russland die S-300-Lieferungen nach Syrien auf Bitte Israels eingestellt, sagte Schoigu. Nun habe sich die Lage geändert, und die Verantwortung dafür liege nicht bei Russland.

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    Am 17. September war ein russisches Aufklärungsflugzeug des Typs Il-20 bei einem Flug in der Nähe des russischen Luftstützpunktes Hmeimim in Syrien abgeschossen worden. Zur gleichen Zeit attackierten vier israelische Jets F-16 syrische Objekte in Latakia. Dabei hatte Israel den Angriff nach Angaben des russischen Verteidigungsamtes erst eine Minute vor dem Beginn des Angriffs angekündigt, führte Moskau irre über die Region des Schlages und teilte die Positionsangaben der Flugzeuge nicht mit.

    Laut dem russischen Ministerium benutzten die israelischen Piloten die russische Il-20 als Deckung und setzten sie dem Schlag des syrischen Luftabwehrsystems S-200 aus, welches sie um 22:03 Uhr traf. 15 russische Offiziere kamen dabei ums Leben. Moskau machte daraufhin die israelische Luftwaffe und diejenigen, die die Entscheidung über den Luftschlag getroffen hatten, für die Tragödie völlig verantwortlich.

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    S-300, Uno, Mike Pompeo, John Bolton, Sergej Lawrow, Israel, Syrien, USA, Russland